DRK-Schnüffelnasen unterwegs

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Mitglieder des Jugendrotkreuzes Schalksmühle fungierten als Opfer, die von den Suchhunden aufgespürt werden mussten.

Schalksmühle - Für zwei Teams der DRK-Rettungshundegruppe im Märkischen Kreis finden am 12. April die Prüfungen zum Hundeführer statt. Grund genug für alle Beteiligten, eine praktische Übung auf Schalksmühler Gebiet durchzuführen.

Von Björn Othlinghaus

Da die Einsatzfähigkeit aller Teams stets gewährleistet sein muss, wiederholen Hundeführer und Hunde die Rettungshundeprüfung alle 18 Monate. Damit die simulierten Einsätze, die im Gebiet Lauenscheider Mühle stattfanden, auch auf authentische Weise durchgeführt werden konnten, war eine Gruppe des Jugendrotkreuzes Schalksmühle unter Federführung von Tobias Schmidt zum Einsatzort gekommen. Die Kinder und Jugendlichen stellten sich als Opfer zur Verfügung, die von den Hunden geortet werden mussten. Den Kontakt zur Hundestaffel hatte Tobias Schmidt auf einer Fortbildung geknüpft und sofort die Gelegenheit genutzt, die gemeinsame Übung zu verabreden.

„Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Rettungshunden“, erklärte Petra Schmiedel von der Rettungshundegruppe. „Die einen sind die Flächensuchhunde, um die es heute auch überwiegend geht.“

Ein Team hat bei der Flächensuche 20 Minuten Zeit, eine zwei Hektar große Fläche nach zwei vermissten Personen abzusuchen. Dabei schlägt der Hund grundsätzlich bei jeder Person an, die er ausfindig macht. „Darüber hinaus gibt es die so genannten Mantrailer“, sagte Schmiedel. Hierbei legt man dem Hund einen Gegenstand vor, den die gesuchte Person berührt oder benutzt hat, zum Beispiel ein Kleidungsstück. Das Tier macht sich dann gezielt auf die Suche nach dieser bestimmten Person.

Bei der Übung in Schalksmühle ging es jedoch vor allem um die Flächensuche, an der als „Opfer“ Jens Schmidtkunz, Sam Ruhnke, Cathryn Brug, Lea Bode und Fabian Hahn teilnahmen. Dabei durfte unter anderem auch der Australian Cattle Dog Iuna unter der Leitung von Sabine Tralau ran. „Der Hund ist erst vier Jahre alt und noch nicht so lange im Einsatz“, erläuterte Schmiedel. Dafür meisterte Iuna jedoch ihre Aufgabe, insgesamt vier im Wald versteckte Personen zu finden, mit Bravour. Keines der Opfer musste bei recht nassem Wetter allzu lange auf dem klammen Waldboden verbringen, denn Iuna stöberte die Hilfesuchenden innerhalb weniger Minuten auf.

Neben Iuna waren unter anderem noch der Australian Cattle Dog Gwen, Berger-Picard-Hündin und Flächensuchhund Elli sowie Mentrailer Olli vor Ort, um gemeinsam mit ihren Hundeführern ihr Können unter Beweis zu stellen. Vor allem für die Teilnehmer des Schalksmühler Jugendrotkreuzes war die Übung eine spannende und interessante Erfahrung.

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