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DRK Schalksmühle: Hochwasser wirkt weiter nach, Grundschule als Wärmeinsel 

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Von: Ursula Dettlaff

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Jörg Schönenberg, der Vorsitzende des DRK Ortsvereins Schalksmühle (hinten rechts), freute sich über die Würdigung durch NRW-Innenminister Herbert Reul. Von ihm gab’s Urkunden und die Medaille des Landes für den Einsatz beim Hochwasser für Elke Schmidt, Ortwin Schmidt, Tobias Schmidt, Alexander Schmidt, Cathy Brug, Jens Schmidtkunz, Laura Wenz und Jessica Bytomski.
Jörg Schönenberg, der Vorsitzende des DRK Ortsvereins Schalksmühle (hinten rechts), freute sich über die Würdigung durch NRW-Innenminister Herbert Reul. Von ihm gab’s Urkunden und die Medaille des Landes für den Einsatz beim Hochwasser für Elke Schmidt, Ortwin Schmidt, Tobias Schmidt, Alexander Schmidt, Cathy Brug, Jens Schmidtkunz, Laura Wenz und Jessica Bytomski. © Dettlaff-Rietz, Ursula

„Das Jahr 2021 war ein besonderes Jahr“, erinnerte Jörg Schönenberg, der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Schalksmühle am Mittwochabend bei der Jahreshauptversammlung in der Klagebach 5. „Ich denke an das Hochwasser, bei dem wir in besonderem Maße gefordert waren“, fügte er hinzu. „Wir mussten erleben: Wir wollen helfen, aber wir können nicht“, sagte er.

Schalksmühle - Jeder, der die Schäden gesehen habe, wisse, was das für die Familien bedeute. „Viele denken ja, das Thema Hochwasser sei erledigt, aber mit den Folgen werden wir uns auch 2023 noch beschäftigen müssen“, machte Schönenberg deutlich. „Ganz ganz herzlichen Dank“, würdigte Schönenberg das Engagement der Ehrenamtler. Und nicht nur der Bürgermeister tat dies: Im Namen von Innenminister Herbert Reul übernahm Niklas Sander, Kreisrotkreuzleiter, eine besondere Aufgabe. Er verlieh gleich zehn Mitgliedern des Ortsvereins eine Urkunde und die Verdienstmedaille des Landes NRW für ihren Einsatz beim Hochwasser.

2500 geleistete Stunden, 96 Transporte mit Krankenwagen, sowie acht Blutspendetermine unter Corona-Auflagen, das ist Bilanz der geleisteten Arbeit des Rotkreuzverbandes Schalksmühle. Diese Zahlen trug Rotkreuzleiter Tobias Schmidt vor. Er ging auch auf den Zustand des DRK-Heims ein. Ziel sei es, sich zukunftsorientiert aufzustellen. Schmidt wird mit einem Experten für Wohngebäudesanierung Einsparmöglichkeiten ausloten. Möglich wäre da beispielsweise eine Dachsanierung und das Aufstellen einer E-Tankstelle.

Gemeindeverwaltung, Feuerwehr und DRK tauschen sich über unwahrscheinliches Blackout-Szenario aus

Jörg Schönenberg informierte darüber, dass die Verwaltung mit dem DRK und der Feuerwehr im Austausch über das Thema Blackout stehe. „Es ist ein viel diskutiertes Thema“, sagt Schönenberg. „Ich glaube nicht, dass der Fall eintritt, aber wir sollten Vorkehrungen treffen.“ Privathaushalte sollten über einen Lebensmittelvorrat für zwei bis drei Tage verfügen, so Schönenberg. Die genannten Organisationen haben einen Plan erarbeitet, der sieben Tage umfasst. Im Ernstfall ist es vorgesehen, in der Grundschule Spormecke eine Wärmeinsel mit Feldküche aufzubauen. Feuerwehrgerätehaus, Schule und Sporthalle könnten über Notstromaggregate versorgt werden. Im DRK-Heim gäbe es die Möglichkeit, zehn Liegeplätze einzurichten.

Schönenberg unterstrich abschließend nochmals, dass er nicht glaube, dass dieser Fall eintreten könne. „Das letzte Jahr hat gezeigt, dass es wichtig ist, auf Katastrophen vorbereitet zu sein“, sagte Schönenberg. Er machte aber deutlich: „Wir können vermutlich keine dauerhafte Wasserversorgung leisten“.

Frank Roder (Mitte) wurde von Jörg Schönenberg für sein 25-jährige Tätigkeit als Schriftführer geehrt. Rolf Maekler ist seit 40 Jahren aktiv im DRK. Er gehört dem Verein seit vielen Jahren als Kassenwart an.
Frank Roder (Mitte) wurde von Jörg Schönenberg für sein 25-jährige Tätigkeit als Schriftführer geehrt. Rolf Maekler ist seit 40 Jahren aktiv im DRK. Er gehört dem Verein seit vielen Jahren als Kassenwart an. © Dettlaff-Rietz, Ursula

Auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung standen auch noch weitere Ehrungen. Frank Roder hat seit 25 Jahren das Amt des Schriftführers inne. „Das ist etwas Besonderes“, würdigte Schönenberg Roders Engagement. Roder stellte sich nicht erneut zur Wahl. Im Januar will der Ortsverein einen Nachfolger benennen. Geehrt wurde auch Schatzmeister Rolf Maekler. Er ist seit 40 Jahren im Ortsverein aktiv. Jörg Schönenberg dankte ihm für sein großes Engagement.

Bereits am 19. Oktober hatte die Gemeinschaftsversammlung Katharina Mandel als Rotkreuzleiterin und Laura Wenz als stellvertretende Rotkreuzleiterin, sowie Tobias Schmidt als Rotkreuzleiter und Jens Schmidtkunz als stellvertretenden Rotkreuzleiter gewählt. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden sie in ihren Ämtern bestätigt.

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