Dorfabend krönender Abschluss des Schützenfestes

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Frank-Mario Hohnbaum (links) sorgte im Festzelt für eine gute Stimmung.

SCHALKSMÜHLE - Seit jeher setzt der „Dorfabend“ den humorvollen Schlusspunkt mit spektakulären Tanzauftritten, launigen Ansprachen und kreativen Überraschungen. Befreundete Vereine, die Hülscheider Schützen selbst und in den vergangenen Jahren die Musikschule sorgten für ein unnachahmliches Programm.

Nach dem Einmarsch des neuen Schützenkönigspaares Annette und Wolfgang Schmale begrüßte Moderator Thomas Altmann die Gäste im Zelt. Allerdings mit schwindender Stimme und zum letzten Mal. 13 Jahre lang in Folge hielt er den roten Faden mit Witz, Charme und Spontanität. Übernehmen wird Michael Schwalm. Er teilte sich den Spaß, moderierte zum „Üben“ im Wechsel mit Altmann beim 18. Dorfabend. Nach dem Eröffnungstanz begann der bunte Reigen auf der Bühne mit Musikschüler Marcel Kebekus. Das junge Talent an der E-Gitarre spielte sich mit Musikschul-Lehrer Harald Eller und Schlagzeuger Julian Koch in die Herzen des Publikums. Locker gaben sie Rockklassiker zum Besten. Diese waren so gut, dass es schon für den „Opener“ Zugabeforderungen gab – eine absolute Seltenheit.

Bilder vom Umzug:

Schützenumzug in Hülscheid

Anschließend erklomm der inzwischen als „Verzweifelter“ bekannte André Krause auf der Suche nach seinem Idol die Stufen der Bühne. Der Tausendsassa hat in Schalksmühle schon viel ausprobiert. In Reimen verfasst plauderte er über sein Praktikum als Lehrer und verfiel in seine gewohnt frechen Sprüche wie: „Bürgermeister, Ratsmitglieder – alle haben sie eine Zehnerkarte, nur zum Studium natürlich“ sagte Krause im Bezug auf das „Golden House“ in Kuhlenhagen. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen bezeichnete André Krause den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück als die „Stradivari unter den Arschgeigen“ und ging auch zur heimischen Politik über. Vor dem Rathaus wie auch seiner Familie machte er nicht halt, doch seine humorige Ansprache fand begeisterten Anklang.

Bilder vom Dorfabend:

Dorfabend der Hülscheider-Schützen

Entspannung für die Lachmuskeln gab es anschließend mit der Löh-Projekt-Band. Angesagte Hits wie von Pink, zeigten die Flexibilität der Feiernden, die sich auf jede Musikrichtung begeistert einließen.

Nach der flotten Einlage der Landfrauen drillte Kompaniechef Daniel Krause sein „Altersheim“. Waschen, alle mit einem Lappen, Zähne putzen alle mit einer Klobürsten, dann noch auf den Topf und abwischen, die Zuschauer schüttelten sich bei dem Gedanken und vor Lachen.

Nach der Tanzpause nahm Vereinschronist Michael Pache seine Spezis aufs Korn. Verlorene Schlüssel oder das 1000-jährige UWG Reich, das erschüttert wurde, humorvoll hatte er die Vorkommnisse vermerkt. „Wer wo was gespart hat – spart es euch doch alle!“; seine Appelle fanden regen Beifall. „Der grüne Don Quichotte der Zeitung Clever schießt aus allen Rohren, so steht der politische Friede auf Messers Schneide“, so sein Resümee. „Und auf Dieser tanzt der Bruder „Jörg“ seiner Wiederwahl entgegen.“ Besonders die Moralapostel der Gemeinde bekamen ihr Fett weg, durfte das Thema „Golden House“ natürlich auch bei ihm nicht fehlen. Das Publikum äußerte sich mit tosendem Applaus.

Bilder vom Kommersabend und Gottesdienst:

Kommersabend und Gottesdienst Schützenfest Hülscheider Schützen

Babygeplapper in beliebten Oldies hatte der Spielsmannszug für seinen Auftritt in Windeln gewählt. Der getanzten Lachnummer folgte nach der Tanzpause die Feuerwehr. Sie kämpfte mit einem „Puppentanz“. Allerdings nicht wie gewohnt gegen Gefahren sondern, zu den Klängen von „Kung Fu Fighting“.

Highlight des Abends war das Ex-Königspaar Konni und Daniel Krause mit ihrem Hofstaat. In aufwendigen Kostümen, teilweise kaum zu erkennen, erlebten die begeisterten Gäste „Mariana’s World“ auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Die Damen als Zuhälter und Lebemänner, die Herren in eindeutigen Gewändern gekleidet, machten sie sich zum alten Gassenhauer der Spider Murphy Gang in einer zum Kringeln komischen Aufführung, ihrem Herzen Luft.

Zum großen Finale dankte Vorsitzender Holger Rutenbeck Altmann für die vielen Jahre Moderation, bevor Frank-Mario Hohnbaum mit „Let´s Dance“ wie auch in den Tanzpausen für Bewegung unter den Gästen sorgte. - jori

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