„Clean up“ an Schalksmühler Talsperre

DLRG räumt auf an der Glörtalsperre

Die DLRG-Ortsgruppe Schalksmühle im Reinigungseinsatz an der Glör.
+
Die DLRG-Ortsgruppe Schalksmühle im Reinigungseinsatz an der Glör.

In Kleingruppen suchte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Schalksmühle am Samstag das Gelände der Glörtalsperre nach Müll und Unrat ab. Knapp 30 Teilnehmer unterschiedlichen Alters machten bei der von Carla Thiemeyer (Jugendwartin der Ortsgruppe) und Carsten Hafermas als Vorsitzendem organisierten Reinigungsaktion mit.

Schalksmühle - Im Dienst des Umweltschutzes, der bei der Ortsgruppe großgeschrieben wird, krempelten Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Ärmel hoch, um den Uferbereich nach unliebsamen Hinterlassenschaften der Badesaison abzusuchen.

Unterstützung erhielt die engagierte Gruppe von der Geschäftsführung der Freizeitgesellschaft Glörtalsperre, die Körbe und Müllsäcke für die Aktion bereitstellte und dafür sorgte, dass der eingesammelte Müll abgeholt wurde. Arbeitshandschuhe, Müllzangen und sonstiges Material brachten die Schalksmühler selbst mit.

„Ich finde es wichtig, so etwas zu machen“, meinte die fünfzehnjährige Lenya zu der ersten Clean-up-Aktion der Ortsgruppe. „Ich finde es auch gut, dass die DLRG so etwas macht. Für mich persönlich ist das ein wichtiges Thema.“ Andere Teilnehmer stimmten ihr zu. „Super Idee!“ Durchweg positiv war das Feedback.

Wie Carla Thiemeyer und Carsten Hafermas, der Vizepräsident des DLRG-Landesverbandes Westfalen ist, auf Nachfrage erläuterten, hat die Ortsgruppe mittlerweile wieder ihren Theorieunterricht in der Primusschule aufgenommen. Jeden Montag trifft sich die Gruppe, um sich – zumindest theoretisch - mit den Aufgaben, der Ausbildung und Technik der Wasserrettung und anderen wichtigen Themen wie dem Umwelt- und Klimaschutz vertraut zu machen.

Praktisch können die Rettungsschwimmer ihr Wissen derzeit nicht anwenden, da die Schwimmhalle Löh, wo die Gruppe trainiert, noch geschlossen ist. „Wir wünschen uns, dass das Bad bald wieder geöffnet wird“, hofft Carsten Hafermas. Die Praxis, die die Rettungsschwimmer unter anderem für ihre sommerlichen Einsätze in Hasselberg an der Ostsee brauchen, fehlt.

Zuletzt beschäftigte sich die Gruppe intensiv mit dem Umweltschutz. Wie problematisch Plastikmüll ist, wie bedroht die Meere durch die Plastikflut sind, was jeder für die Umwelt tun kann und vieles mehr war zuletzt Thema bei den Montagstreffen. Über die langen Jahre, die Zigarettenstummel brauchen, um zu verrotten, die Giftstoffe, die beim Verrotten freigesetzt werden, und viele andere Dinge wusste die Gruppe bei ihrer Sammelaktion bestens Bescheid. Die Menge an achtlos weggeworfenen Kippen, die die Schalksmühler aufsammelten, gab da schon zu denken. „Wir haben wirklich Unmengen an Kippen gefunden“, fasste Carla Thiemeyer nach dem mehrstündigen Einsatz zusammen.

Auch Kurioses wie einen Stuhl, einen goldenen Löffel, eine verrottete Ankerboje, eine vergessene Barbiepuppe, Hosen, Schuhe, Socken und Windeln förderte die Gruppe zutage. Daneben wanderte erschreckend viel zerbrochenes Glas in die mitgebrachten Müllkörbe und -säcke.

„Das ist ja auch eine Gefahrenquelle“, meinte Carla Thiemeyer mit Blick auf böse Verletzungen, die durch Glasscherben entstehen können. Insgesamt zeigte sich die Jugendwartin mehr als zufrieden. „Es hat sich richtig gelohnt. Allen hat’s Spaß gemacht, und wir möchten das im nächsten Jahr wiederholen.“ Zum Aufwärmen gab’s heißen Tee und Kaffee. Mit Flyern vom Naturschutzbund erhielt die Gruppe zudem wertvolle Tipps für weniger Verpackungsmüll, Einkauftipps für unterwegs, für Urlaub, Alltag und vieles mehr rund um den Schutz von Umwelt und Natur an die Hand.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare