Rat diskutiert über Zukunft des Volmeteiches

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Erhalten oder zukippen? Über die Zukunft des Volmeteiches diskutierte der Gemeinderat. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Behalten, sanieren oder aufgeben? Dies sind die drei Optionen, wie mit dem Volmeteich im Zuge der Regionale 2013 verfahren werden kann. Über eine Kostenschätzung und eine inhaltliche Abwägung diskutierte der Gemeinderat.

„Als ich diese Zahlen sah, dachte ich mir gleich: Nachtigall ich hör' dir trapsen“, sagte Lutz Schäfer. Damit spielte der SPD-Fraktionsvorsitzende auf den enormen Kostenunterschied zwischen den drei Möglichkeiten an. Die günstigste Variante ist laut Einschätzung des Halveraner Landschaftsarchitekt Roland Pfeiffer das Zukippen. Die Gesamtkosten gab er mit 3000 Euro an. Der Status quo schlage innerhalb von zehn Jahren für wöchentliche Zaunkontrollen, der Räumung von Schwemmgut und ähnlichem mit 64 000 Euro zu Buche. Die Sanierung soll sogar rund 127 000 Euro kosten. Alleine die Entschlammung des Teiches bezifferte Pfeiffer in seiner Aufstellung mit 30 000 Euro.

Angesichts dieser Zahlen sprach Lutz Schäfer von einer Tendenz, die sich dadurch abzeichne. „Ich habe das Gefühl, dass man hier hintenrum zum Ergebnis kommen will, dass der Teich weg soll“, erklärte Schäfer. Dieser Vermutung widersprach Bürgermeister Jörg Schönenberg: „Das ist eine Unterstellung – wir haben ergebnisoffen prüfen lassen. Aber ich werde nicht mit meiner eigenen Meinung hinterm Berg halten – wir haben meiner Meinung nach zurzeit keinen Teich mehr, sondern ein Schlammloch.“

Dietmar Dassler (FDP) erinnerte an den Wettbewerb, den die Gemeinde zur Umgestaltung des Volme-Parks ausgeschrieben hatte. Der Gewinner-Entwurf kam von Roland Pfeiffer und habe die Beibehaltung des Teiches vorgesehen. „Das war Konsens“, betonte Dassler, der eine Bürgerbeteiligung forderte: „Wir sollten gucken, was die Bevölkerung will“.

Dies sieht auch die Vorlage der Verwaltung vor. Danach sollen „Vereine und Verbände gezielt eingeladen“ werden, um mit ihnen darüber zu diskutieren. Lutz Schäfer betonte, dass die Beteiligung auf breitere Füße gestellt werden müsste. „Denkbar wäre auch eine Umfrage im Internet.“

Auch der Fraktionsvorsitzende der UWG, Klaus Nelius, sprach sich für eine Umfrage aus. „Wir sollten die Gespräche mit den Bürgern abwarten und dann gucken, was machbar ist.“ Bernd-Josef Schmitt (CDU) sagte: „Eins ist klar: So, wie es derzeit ist, kann es nicht bleiben.“

Noch in den Ferien („in den nächsten vier bis sechs Wochen“) soll laut Verwaltung die erste Stufe der Bürgerbeteiligung stattfinden. Die Ergebnisse sollen dann im Bau- und Planungsausschuss nach der Sommerpause vorgestellt werden. ▪ Matthias Clever

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