Diskussion im Bauausschuss über die Pläne für die Sportanlage in Kuhlenhagen

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Die drei Planungsbüros für die Sportanlage Kuhlenhagen stellten dem Bauausschuss nun ihre Überlegungen und Kostenschätzungen vor. Im Oktober soll eine Entscheidung für die Maßnahmen fallen.

SCHALKSMÜHLE - Die Planungen zur Neugestaltung der Sportanlage Kuhlenhagen nehmen weiter Form an. Im Bauausschuss stellten die drei zuständigen Planer am Montag mögliche Varianten für den Sportplatz, das Umkleidegebäude und die Außenanlage vor.

Die Kostenaufstellung sorgte für eine Diskussion zwischen Vertretern des TuS Linscheid-Heedfeld und den Planern. Die große Lösung für die Sportanlage könnte mehr als 1,4 Millionen Euro kosten – welche Maßnahmen allerdings tatsächlich durchgeführt werden, wollen die Lokalpolitiker im Oktober entscheiden.

Über den derzeitigen Planungsstand für den Platz informierte das Stuttgarter Architektur- und Ingenieurbüro Frank Baumann. Vor allem die Entwässerung des Oberflächenwassers muss noch geklärt werden. Probebohrungen hätten ergeben, dass der Regen kaum versickere, daher müssten Alternativen her, was mit dem Oberflächenwasser geschehe. Die realistischste Idee sei, eine Entwässerungsmulde auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern zu errichten. Mit Kosten von rund 10.000 Euro sei dies vergleichsweise günstig.

Der Kunstrasenplatz – ohne Tribünenanlage – werde rund 600.000 Euro kosten. Dazu kämen allerdings noch die Kosten für eine Doppelgarage. Baumann schlug vor, eine Tribüne in einen Erdwall zu bauen und diese aus Kostengründen nicht zu überdachen beziehungsweise auf eine Wellblechvariante auszuweichen. Die 1a-Lösung sei ein Membrandach, das allerdings nahezu tausend Euro pro Quadratmeter koste und zu hoch ins Kontor schlage.

Um die Sicherheit für die Busfahrer gewährleisten zu können, soll eine Busschleife an der Kreuzung der Straße Richtung Kuhlenhagen und Stallhaus gebaut werden. Die Planer von Bramey.Bünermann Ingenieure rechnen mit Kosten von rund 72.000 Euro aus. Darüber hinaus könnte ein kombinierter Geh- und Radweg neben der Straße linksseitig aus Richtung des Gewerbegebiets gebaut werden – Kosten rund 55.000 Euro. Eine Mulde zwischen der Straße und dem Gehweg soll wildparken verhindern.

Den erhöhten Stellplatzbedarf soll eine neue Parkfläche decken. Diese soll aus Richtung des Gewerbegebiets kommend noch vor dem Grundstück des Gaststättengebäudes errichtet werden. Die Planer rechnen mit rund 150.000 Euro. Im Zuge der Baumaßnahmen soll auch ein Kanalanschluss mit Druckpumpe kommen.

Erhard Fischer von der UWG wollte wissen, ob und wie weit die Besitzer des Gaststättengebäudes an diesen Kosten beteiligt werden. „Das Gebäude muss mit angeschlossen werden. Daher werden sie sich an den Kosten beteiligen müssen. Das haben wir dem Immobilienbesitzer auch mitgeteilt“, sagte Wolfgang Spidlen, Leiter des Fachbereiches Bauen.

Auch der TuS Linscheid-Heedfeld soll an den Kosten beteiligt werden und zwar für das Umkleidegebäude beziehungsweise Vereinsheim. So soll dem TuS eine Fläche von 140 und der Gemeinde von 180 Quadratmetern zur Verfügung stehen. „Auf die Gemeinde kommen rund 370.000 Euro zu“, sagte Architektin Ursula Trimpop vom Planungsbüro MTT. Den Rest solle der TuS Linscheid-Heedfeld aufbringen.

Diese Aussage sorgte bei den Vertretern des TuS für Unruhe. „Über die Kostenaufteilung ist mit uns noch nicht gesprochen worden“, sagte Karl-Heinz Eckern. Seiner Meinung nach könne nicht einfach etwas festgelegt werden. Trimpop lenkte ein und sagte, dass eine genaue Kostenaufteilung noch nicht feststehe. Dies wolle sie im kleinen Kreis klären. Der Vorsitzende des Sportvereins, Jens Stein, sagte, dass er nicht gewusst habe, dass in der Sitzung über die Kosten gesprochen werde. Nun sollen weitere Gespräche zwischen den Planern und Sportlern stattfinden.

Im Oktober soll eine Entscheidung getroffen werden, welche Maßnahmen 2014 umgesetzt werden sollen und welche verschoben beziehungsweise ganz gestrichen werden. Der Platz soll zur neuen Saison bespielbar sein. - Matthias Clever

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