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Die Tücken des Radwegs durchs Volmetal - eine Übersicht

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Von: Bettina Görlitzer

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Volmetalradweg: Es geht vorwärts.
Volmetalradweg: Es geht vorwärts. © dpa

Der Volmetalradweg ist seit vielen Jahren ein Thema, das die vier Kommunen Halver, Schalksmühle, Meinerzhagen und Kierspe beschäftigt. Das Planungsbüro gab einen Überblick über den aktuellen Stand.

Volmetal – 17 Teilabschnitte und jeder davon hat seine besonderen Herausforderungen: Jens Ebener von Büro ASS (Architektur, Stadtplanung und Stadtentwicklung) aus Düsseldorf stellte am Montag in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses in Schalksmühle den aktuellen Stand des Volmetalradwegs vor.

Die Schalksmühler Verwaltung hatte Ebener eingeladen, weil in vergangenen Sitzungen wiederholt die Frage aufgekommen war, ob das Projekt überhaupt vorankommt – auch in den anderen Volmetal-Kommunen stellt man sich diese Frage. Nach der ausführlichen Präsentation machte sich Verständnis bei den Politikern dafür breit, dass der Volmetalradweg nicht mal eben so gestemmt werden kann – und es wahrscheinlich noch Jahre dauern wird, bis eine durchgehende rund 23 Kilometer lange Verbindung zwischen Schalksmühle und Meinerzhagen besteht.

Fortschritt: Einige Teilstücke bereits fertig

Während erste Teilstücke in Meinerzhagen und Kierspe bereits fertig sind und andere soweit sind, dass die Arbeiten zeitnah beginnen können, gibt es weitere Bereiche, wo sich unterschiedliche Schwierigkeiten ergeben. In den meisten Fällen gestaltet sich der notwendige Grundstückserwerb schwierig. Daher gibt es auch noch Abschnitte, für die es mehrere Planungsvarianten gibt.

Auf jedes einzelne Teilstück ging Ebener in seinem Vortrag ein. Mit seinem ersten Kommentar brachte dann Lutz Schäfer (SPD) auf den Punkt, wie es wohl allen Zuhörern ging. Regelrecht erschlagen von den vielen Informationen fühle er sich, sagte Schäfer, bevor er betonte: „Wir stehen uneingeschränkt hinter dem Projekt, auch wenn uns heute das eine oder andere Brett zum Bohren präsentiert wurde.“ Auch André Trimpop (UWG) bedankte sich für die ausführliche Darstellung und fragte Ebener direkt: „Brauchen Sie noch Unterstützung aus der Politik?“ Aber speziell für Schalksmühle konnte Ebener das verneinen. Denn die Teilabschnitte von Schalksmühle nach Lüdenscheid stehen weitestgehend fest.

Volmetalradweg
Radweg im Volmetal: Jedes Teilstück bekommt eine Anbindung an die B54. © Grafik: Büro ASS

Schwierig sei derzeit nur die Aufsetzung des Gestattungsvertrages zwischen Straßen.NRW und der Deutschen Bahn, weil das letzte Teilstück bis zum Schnurrenplatz in Schalksmühle über mehr als vier Kilometer über das nicht mehr benötigte zweite Gleis der Bahntrasse geführt werden soll. Da es sich bei beiden um Institutionen mit einem großen Verwaltungsapparat und vielen Beteiligten handelt, gestalte sich die Arbeit an diesem Vertrag sehr umfangreich. Jedes einzelne Bauwerk müsse zudem einer Prüfung unterzogen werden. Außerdem besteht Straßen.NRW auf einer Mindestlaufzeit von 25 Jahren, um die nicht unerheblichen Investitionen zu rechtfertigen. Sobald der Vertrag vorliegt, soll er erneut im Ausschuss präsentiert werden. Dann könne auch zügig mit den Arbeiten an diesem Abschnitt begonnen werden.

Anbindungen an die B54

Bekanntlich liegt die Ausführung und Finanzierung des Volmetalradweges bei Straßen.NRW. Dadurch, dass jedes fertige Teilstück eine Anbindung an die B 54 bekommt, entfällt für den Landesbetrieb die Verpflichtung im engen Volmetal einen Radweg parallel zur Bundesstraße zu bauen. Die Kommunen wiederum unterstützen Straßen.NRW bei den Planungen der Trassen und den Verhandlungen mit Grundstückseigentümern.

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