„Die Schule Hand in Hand gestalten“

SCHALKSMÜHLE ▪ Von Praktikern lernen: Die Schüler der Verbundschule, die im August beginnt, sollen mit Menschen aus verschiedenen Bereichen wie Beruf, Freizeit und dem tägliche Leben in Kontakt kommen, so die Idee von Manfred Otto und Michael Preußner, die sie gestern in einem Pressegespräch vorstellten.

Die Schulleiter der Ganztagshauptschule und der Realschule wollen dadurch die „Schüler gemäß ihren Stärken und Fähigkeiten ausbilden“. Konkret sollen sich beispielsweise Unternehmen und Vereine im Ganztagsbereich engagieren.

„Wir können Unterstützung gebrauchen im Bereich der Mittagspausenbetreuung von 13 bis 14 Uhr sowie bei der Bereitstellung von Arbeitsgemeinschaften für drei bis sieben Schüler von 14 bis 15.30 Uhr, in denen es vor allem um die Vermittlung praktischer Fertigkeiten geht“, sagte Manfred Otto. Die Möglichkeiten dabei seien vielseitig. So könnte ein Mitarbeiter eines Maler- und Lackiererunternehmens zum Beispiel Schüler anlernen und mit ihnen zusammen einen Flur streichen. Die Unkosten für Farbe und ähnliches trägt die Schule. Die Arbeitszeit soll ehrenamtlich geleistet werden so die Idee von Otto und Preußner.

Vereine könnten ein musikalisches, künstlerisches oder etwa musikalisches Projekt anbieten. Aber auch Privatpersonen könnten sich einbringen: „Eine Hausfrau könnte beispielsweise im hauswirtschaftlichen Bereich etwas tun“, sagte Preußner.

Solche Kooperationen gebe es bereits wie bespielsweise das Engagement der Musikschule an der Realschule oder Fahrschulen, die an der Ganztagsschule den Mofaführerschein anbieten.

Durch diese Verbindung „zwischen Schule und Leben“ soll den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, etwas Sinnvolles zu schaffen. Denn: „Sowohl eine fundierte pädagogische und fachliche Arbeit, als auch ein breit gefächertes Spektrum an Angeboten, in denen die Jugendlichen herausfinden können, in welchen Bereichen sie Interessen und Grundfähigkeiten im Sinne einer beruflichen Orientierung und der Gestaltung des Lebensalltags ausbauen können gehört in die Schule“, verdeutlichte Manfred Otto. Sein Kollege Preußner sagte, dass auch über das Nachmittagsangebot Kooperationen denkbar seinen. „Ich fände es gut, wenn wir einen Pool von Rentnern hätten, auf die wir immer wieder zurück greifen könnten. Im Geschichtsunterricht könnten sie den Jugendlichen zum Beispiel als Zeitzeugen berichten.“

Um Vereine, Unternehmen und Privatpersonen an einen Tisch zu bekommen, findet am Montag, 5. Juli, ein Treffen in der Cafeteria in der Ganztagsschule Löh statt. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

Interessierte können sich bei der Realschule (Friedhofstraße) unter der Telefonnummer 0 23 55/5 05 68 10 oder bei der Hauptschule (Löh) unter 0 23 55/90 97 10 melden.

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