Glörtalsperre

Viel Arbeit auch ohne Badegäste: So geht´s an der Glörtalsperre weiter

Glörtalsperre, Staumauer, Aufstauung
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Noch in 2020 soll der Glörsee voll aufgestaut werden. Der Grund dafür sind unter anderem Test an wichtigen Sensoren in der Staumauer.

Während die Besucher der Glörtalsperre ihre Badesachen wieder für die nächste Saison einmotten können, haben die Verantwortlichen hinter der Umgestaltung des Gewässerumfeldes auch zum Jahresende noch einiges zu tun. Einen Überblick darüber gibt Doreen Gössinger, die neue Geschäftsführerin der Freizeitschwerpunkt Glörtalsperre GmbH (FSG).

Glör 365

Die gewässernahen Arbeiten im Bereich der Badestelle seien in den letzten Zügen. Die Sandinseln sind angelegt, eine Ersatzbepflanzung werde noch erfolgen. „Ich bin angetan von den Ergebnissen. Zwar erfordert der Sand einen höheren Pflegeaufwand, aber die Aufenthaltsqualität wurde erhöht. Ich bin gespannt, wie die Menschen das aufnehmen“, sagt Doreen Gössinger. Die Spielplatzkontrolle werde die Gemeinde Schalksmühle übernehmen, da sie diese am ehesten in die bereits bestehenden Strukturen integrieren könne.

Während die letzten Handgriffe am Spielplatz bald erledigt seien werden – unter anderem das Pflanzen von neuen Bäumen –, müsse an der Böschung zum Haus Glörtal neu eingesät werden. Auch die Installation der Ausstellung des fossilen Meeresbodens stehe noch aus. Bis Wintereinbruch soll diese aber fertig sein. Schließlich führe man zeitgleich Gespräche über die Zertifizierung des Seerundwegs zu einem „Premiumwanderweg“, dessen Bestandteile zahlreiche beschilderte Sehenswürdigkeiten werden sollen.

Staumauer

Einen Haken hofft die Geschäftsführerin zum Ende des Jahres hinter die Sanierung der Staumauer setzen zu können. Nach den letzten Kontrollgängen und Einbauten wichtiger Messtechnik sei mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) abgesprochen, den Glörsee noch in 2020 voll anzustauen.

Die Badesaison an der Glörtalsperre ist beendet. Die Arbeiten im Zuge der Umgestaltung gehen aber weiter. So sind die Sandinseln an der Badestelle bereits fertig.

Zwar werde man dadurch die frische Einsaat im Uferbereich im kommenden Frühjahr eventuell erneuern müssen, aber das Testen der Sensoren erfordere einen normalen Pegelstand, erklärt Doreen Gössinger.

Haus Glörtal

Die Anbauentwürfe für das Haus Glörtal stecken mitten in einer Diskussion, so die FSG-Verantwortliche. Nach der Vergabe des Planungsauftrags seien neue Kosten aufgerufen worden, die vorher nicht bekannt waren und die man nun unter anderem mit dem Pächter abstimmen muss. „Ich sehe nicht, dass wir da bald aktiv werden können. Aber für konkrete Zahlen ist es noch zu früh. Wir führen aber gute Gespräche und werden Ende des Jahres unter anderem auf der Gesellschafterversammlung nach einer Lösung suchen.“

Zufahrtsstraße

Gemeinsam mit der Stadt Breckerfeld, auf dessen Gebiet der Großteil der Zufahrt von der Glörstraße zur Talsperre liegt, habe man eine Finanzierungsvereinbarung herbeigeführt. Diese müsse nun der dortige Stadtrat genehmigen. Die Verantwortlichen der Kommune hoffen, die Sanierung im Winter ausschrieben zu können, um im Rahmen der Kosten bleiben zu können. Schwierigkeiten sieht Doreen Gössinger hingegen in der rechtzeitigen Fertigstellung des geplanten Fußwegs, der den Passanten während der Bauarbeiten in der ersten Umsetzungsphase im Frühjahr als sicherer Pfad zur Talsperre dienen soll. Nach einem Gespräch mit dem RVR müsse man sehen, wie dieser Plan umgesetzt werden könne.

Die Ausstellung des fossilen Meeresbodens am Seerundweg noch fehlt. Sie soll aber bis zum Wintereinbruch fertig werden.

Corona

Grundlegend habe sich trotz der Corona-Pandemie an der Kostenkalkulation rund um die Talsperre nicht viel geändert. Während man zu Beginn des laufenden Jahres bei den Umgestaltungsmaßnahmen (Glör 365) durch die Gesellschafter zusätzliche Kosten ausgleichen musste, sei man bislang mit Blick auf die Krise „gut durch die Sache“ gekommen, so die Geschäftsführerin. Man habe zu Beginn der Badesaison lediglich einen separaten Sanitärcontainer mit neun Einzelkabinen (WC mit Waschbecken) installieren und den Sicherheitsdienst häufiger beauftragen müssen.

„Jetzt müssen wir sehen, wie der Pächter des Hauses Glörtal durch die zweite Pandemie-Welle kommt. Man weiß nicht, was für die Gastronomie noch an Einschränkungen und Auflagen kommen. Wir wollen ihn auf jeden Fall halten und ihm eventuell bei den Kosten entgegenkommen. Mir gefällt es gut, wie er sich bislang dort aufgestellt hat.“

Müll und Vandalismus

Unrat und Beschädigungen rund um die Talsperre waren und werden weiterhin ein Thema bei den Verantwortlichen bleiben. „In Sachen Müll werden wir weiter proaktiv vorgehen, das heißt, an besonderen Tagen vermehrt für die Leerung der 60 Tonnen sorgen.“ Man werde sich in Zukunft besser aufstellen und arbeite weiter eng mit RWE-Umwelt zusammen. Doch auch die FSG wirtschafte mit öffentlichen Geldern.

Hunde

Bis der See nicht voll aufgestaut ist, dürfen sich Hunde nicht am Ufer aufhalten, damit kein Eintrag ins Wasser gelangt. „Wenn wir dort wieder normalen Wasserstand haben, ist das wieder möglich. Die Leinenpflicht auf den Wegen bleibt aber bestehen.“

Parkgebühren

Als Betreiber hat die FSG ein Unternehmen zur Bewirtschaftung der Parkplätze beauftragt. Die Einnahmen werden aufgeteilt. Laut der Firma sei Anfang des Jahres eine andere Gebührenordnung eingeführt werden, die ein erhöhtes Parkentgelt von 30 Euro zulasse, erklärt Geschäftsführerin Doreen Gössinger. „Es gibt Regeln, die sind transparent kommuniziert worden. Daran muss man sich halten. Doch bei einem Saisonabschlussgespräch werden wir das kritisch beleuchten, ob diese Gebühr an dem Standort vertretbar ist.“ Erst ab 1. November ist das Parken an der Glör außerhalb der Saison kostenfrei.

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