Stadtmarketing-Verein diskutiert über Strukturen

Der Stadtmarketing-Vorsitzende Gerald Borgdorf und die Geschäftsführerin Maren Monsonis. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Zwei Diskussionspunkte zogen sich am Dienstag wie ein roter Faden durch die Jahreshauptversammlung des Stadtmarketing-Vereins im Rathaus.

Zum einen beschäftigte Mitglieder und Vorstand die Frage, ob der Versuch, die Gemeinnützigkeit für den Verein zu erreichen, von Erfolg gekrönt sein könnte und eine solche Gemeinnützigkeit überhaupt sinnvoll sei. Zum Anderen wurde über die Notwendigkeit, dass mehr Schalksmühler zur aktiven Mitarbeit beim Stadtmarketing bewegt werden müssten, debattiert.

„Die Arbeit machen immer die Gleichen“, war der allgemeine Tenor, der sich durch die Veranstaltung zog. „Die wenigen, die zurzeit bei uns aktiv sind, haben in der Regel auch noch ein Geschäft oder ein Unternehmen zu führen und können auf die Dauer die anfallenden Aufgaben nicht mehr bewältigen“, betonte der Vorsitzende Gerald Borgdorf. Um mehr Schalksmühler über die Aktivitäten des Stadtmarketings zu informieren, wird am Montag, 12. März, ab 19 Uhr im Restaurant „Domario“ ein Stammtisch stattfinden. „Hierzu sind alle Mitglieder und Interessierte eingeladen“, erklärt Geschäftsführerin Maren Monsonis, die für weitere Infos auch unter Tel.: 0 23 55 /

8 42 36 zur Verfügung steht.

Wie schon in den vergangenen Jahren herrschte bei den Mitgliedern über die Frage, ob der Verein die Gemeinnützigkeit anstreben soll oder nicht, reger Diskussionsbedarf. Grundsätzlich sah der Vorsitzende hierfür sehr wenig Chancen.

„Ich kenne kaum Stadtmarketing-Vereine, bei denen die Gemeinnützigkeit anerkannt worden ist“, erklärte der Rechtsanwalt Borgdorf. Chancen für eine Anerkennung bestünden nur bei einer konkreten Änderung der Satzung. Eine mögliche neue Fassung legte Borgdorf den anwesenden Mitgliedern zur Durchsicht vor. Nach intensiver Debatte kam die Versammlung allerdings zu dem Schluss, dass ein Antrag auf Gemeinnützigkeit für den Stadtmarketing-Verein nicht sinnvoll wäre und lehnte ihn schließlich ab. Gründe hierfür waren nicht nur die geringe Aussicht auf Erfolg – der Stadtmarketing-Gedanke impliziert bei allem gemeinschaftlichem Nutzen in gewisser Weise immer auch die Förderung von Gewerbetreibenden der Stadt, was das Finanzamt als nicht gemeinnützige Aufgabe wertet – sondern auch die Abwägung der Vor- und Nachteile der Gemeinnützigkeit. So wäre zum Beispiel eine Gutscheinaktion mit den Schalksmühler Gewerbetreibenden im Hinblick auf das Thema problematisch.

In diesem Zusammenhang wurde auch der Gutscheinverkauf des Stadtmarketing an sich zum Diskussionspunkt. Der einseitige Verkauf nur über die Sparkasse, der den Interessenten eine zu lange Wartezeit abverlange, sei nur einer der Gründe, warum der Gutscheinabsatz in den vergangenen Monaten stark rückläufig sei, lautete der Tenor aus der Versammlung. Im Rahmen der Vorstandswahlen blieb derweil alles beim Alten. Gerald Borgdorf (Vorsitzender), Gerwart Pätsch (2. Vorsitzeder), Maren Monsonis (Geschäftsführerin) und Bürgermeister Jörg Schönenberg als beratendes Mitglied wurden ebenso in ihren Ämtern bestätigt wie die Beisitzer Heike Krägeloh, Petra Nicolay, Jörg Bremicker, Erol Altun, Bernd Kottsieper und Ralf Windfuhr. Helmut Quenzel wurde als neuer Kassenprüfer neben Martina Sirges gewählt. ▪ bot

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