Anlaufstelle für Schalksmühler

Diakoniestation mit Rückenwind: Zweigstelle öffnet wieder für Beratungen

Diakonie Halver Schalksmühle Wiedereröffnung Zweigstelle
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Ein Grund zum Feiern: Die Diakoniestation öffnet wieder ihr Büro. Diakonie Halver Schalksmühle Wiedereröffnung Zweigstelle

„Es ist wichtig für die Schalksmühler“, sagt Marion Klaproth, Pflegedienstleitung der Diakoniestation, zur Wiedereröffnung des Büros an der Worthstraße. Der Teilstandort war lange Zeit geschlossen.

Schalksmühle - Mit dem Büro der Diakoniestation ist die Präsenz für die Schalksmühler wieder deutlich und es wurde eine Anlaufstelle geschaffen.

Dafür gesorgt hat der Förderkreis der Diakoniestation Halver-Schalksmühle. Geschäftsführer Thomas Gehring, auch bekannt als Fachbereichsleiter Bürgerdienste der Stadt Halver, sagt, es sei dem Förderkreis ein wichtiges Anliegen gewesen. Schnell sei sich der Kreis mit Marion Klaproth, die ebenfalls im Vorstand des Förderkreises ist, einig gewesen, die Büroräume zu reaktivieren. „Wir wollen und müssen wieder präsent sein“, sagt Gehring. Das Engagement des Förderkreises geht jedoch noch viel weiter. „Vieles ist in Vergessenheit geraten“, sagt Thomas Gehring und blickt auf die Anfangszeit zurück.

Gegründet wurde der Förderkreis im Jahre 1981. Die Idee dazu hatte Schwester Dora Fuhrmann. Sie wurde von den damaligen Bürgermeistern von Halver und Schalksmühle, Günther Vahlefeld und Paul-Gerhard „Conny“ Mühlen, unterstützt. Über die Jahrzehnte ist die Solidargemeinschaft nicht nur konfessionsübergreifend, sondern zeichne sich auch durch eine „harmonische Zusammenarbeit“ mit der Verwaltung aus, wie es Bürgermeister Jörg Schönenberg bezeichnete. Auch er war wie Thomas Gehring Fachbereichsleiter in der Gemeinde, damals hieß es noch Sozialamtsleiter, erinnert er sich. Die Mitgliedschaft im Vorstand ist „einer der wenigen Posten, die ich nicht abgegeben habe“.

300 Mitglieder und ihre Spenden

Auch er betont die besondere Stellung des Förderkreises, der in dieser Art beinahe einzigartig sei. „Mit der Zeit wird aus einer Pflicht etwas, was man gerne macht“, sagt Schönenberg. Denn das Geld, was die momentan rund 300 Mitglieder spenden, kommt denen zugute, die in Halver und Schalksmühle trotz Pflegeversicherung finanzielle Unterstützung bei Leistungen brauchen, die die Pflegekasse nicht bezahlt. Als Besonderheit ermöglicht der Förderkreis auch den Besuch von Schwester Irene, die mit vollem Namen Irene Pietrzak heißt. Sie geht mit den Patienten spazieren, nimmt sich Zeit oder geht für sie einkaufen.

„Ich finde das super“, sagt Marion Klaproth und lobt das Engagement des Förderkreises und die Entlastung, die damit den Patienten zukommt. Aber früher waren es aufgrund der noch nicht vorhandenen Pflegeversicherung rund 1000 Mitglieder. Zwar gibt es die Versicherung heute, aber der Förderkreis sagt deutlich: „Die Alterung unserer Gesellschaft und der medizinische Fortschritt werden dafür sorgen, dass in den nächsten Jahren immer mehr Menschen selbstbestimmt und mit Hilfe ambulanter Pflege in den eigenen vier Wänden wohnen werden. Es ist aber auch klar, dass die Leistungen der Pflegeversicherung zur Finanzierung nicht ausreichen werden.“ Seit der Gründung hat der Förderkreis insgesamt zwei Millionen Euro aufgebracht, die an Patienten und Station gezahlt wurden. „Je mehr Mittel uns zur Verfügung stehen, desto mehr gute Sachen können wir tun“, sagt Vorstandsmitglied Paul-Adolf Turck. Pläne hat der Förderkreis noch einige. Jetzt warten sie erst einmal die Resonanz des wieder geöffneten Büros ab. Sollte die Frequenz gut sein, was alle hoffen, wird es einen weiteren Öffnungstag geben.

Das Büro der Diakonie-Station Halver-Schalksmühle, Worthstraße 1, hat jeden Donnerstag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Wer den Förderkreis unterstützen möchte, kann auf der Internetseite foerderkreisdiakonie.wordpress.com/mitgliedschaft die Beitrittserklärung herunterladen und an den Vorstand schicken.

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