Bahnhof Dahlerbrück -„Kampf gegen Windmühlen“

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Der Müll am Dahlerbrücker Bahnhof ärgert nicht nur die Anwohner. Doch die Deutsche Bahn kann nur reagieren.

Dahlerbrück - Keine Verbesserung auf dem Gelände des Dahlerbrücker Bahnhofs sieht Anwohnerin Bärbel Römer. Bis zum Wochenende habe sich dort an der Müllsituation nichts geändert, sagt sie. Die Dahlerbrückerin ist verärgert, hat sie doch schon vor einigen Wochen offizielle Stellen gebeten, sich der Sache anzunehmen.

Die Gemeinde und das Amt für Ordnungsangelegenheiten sind dafür allerdings nicht der richtige Ansprechpartner. Die Verwaltung habe aber den Sachverhalt an die Deutsche Bahn weitergegeben, heißt aus dem Rathaus. 

Auf Nachfrage zu den Zuständen in Dahlerbrück heißt es bei der DB: „Das Thema ist bekannt. Wir sind in der Abwicklung.“ Ein Sprecher des Konzerns erklärt, welche Zuständigkeiten auf dem kleinen Bahnhof bestehen. „Für das Wartehäuschen und den Bahnsteig ist der DB-Stationsservice verantwortlich. Für die Grünflächen aber DB-Netz.“ So könne es mitunter bei einem so großen Betrieb zu Verzögerungen kommen. 

Die Scherben sind ein Risiko für spielende Kinder. Der Spielplatz grenzt an das Bahngelände an. Doch die Bahn sieht sich machtlos gegen „Umweltferkel“.

Zumindest der Stationsservice sei bereits dort aktiv gewesen, heißt vonseiten der Bahn. Der Müll, unter anderem die dreckigen Windeln, die Plastikverpackung und die Glasscherben ärgern Bärbel Römer sehr. Vor allem macht sie sich Gedanken um die Kinder des angrenzenden Spielplatzes und um das Ansehen der Gemeinde bei den ankommenden Fahrgästen. Auch der Bahn sind solche Vorkommnisse ein Dorn im Auge. Aber der Konzern sieht sich machtlos gegen die „Umweltferkel“. 

„Das ist quasi ein Kampf gegen Windmühlen. Das ist kein ortsspezifisches, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem“, sagt Bärbel Römer. Leider komme so etwas wie in Dahlerbrück immer vor. Das sei ärgerlich, da man nur reaktiv handeln könne.

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