Bauausschuss stimmt Detailplanung zur Neugestaltung des Erlöserkirche-Umfelds zu

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Die Detailplanung zur Neugestaltung der Bereiche rund um die Erlöserkirche fand im Ausschuss breite Zustimmung. Einzig auf die Größe der Rasenfläche zwischen Kirche und Gemeindehaus konnte man sich nicht einigen.

Schalksmühle - Wenn die Evangelische Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück im September ihre Feierlichkeiten zum dann 125-jährigen Bestehen der Erlöserkirche durchführt, wird das Umfeld des Gotteshauses völlig anders aussehen als derzeit noch. Denn die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses stimmten am Montag bei einer Enthaltung der SPD der Detailplanung für diese weitere Regionale-Maßnahme zu.

Professor Norbert Kloeters vom beauftragten Architekturbüro „3Plus Freiraumplaner“ aus Aachen stellte die Pläne zur Neugestaltung im Rahmen der Ausschusssitzung der Öffentlichkeit vor. „Insgesamt soll die Fläche besser nutzbar gemacht werden“, sagte Kloeters.

Die Mauer entlang des Schnurrenwegs (links) soll deutlich eingekürzt und durch eine Treppenanlage ersetzt werden.

Die bislang recht schmale Zuwegung zur Kirche von der Worthstraße/Schnurrenweg aus soll deutlich aufgeweitet werden und künftig einen einladenden Eindruck vermitteln. „Dafür kürzen wir die Mauer entlang des Schnurrenweges deutlich ein und schaffen in diesem Bereich eine Treppenanlage“, erklärte Kloeters.

Der gesamte Bereich rund um die Kirche wird mit einer einheitlichen Pflasterung versehen. In den so neu entstehenden Kirchplatz, der auch mit Sitzbänken in den Randzonen ausgestattet werden soll, zwischen Gemeinde- und Gotteshaus wird ein Rasenteppich eingebettet. Ein Lindenbaum auf dem Rasen soll die Raumbildung des Kirchplatzes unterstützen und einen Blickfang schaffen.

Martin Eilbrecht aus dem Presbyterium der Kirchengemeinde fand lobende Worte für die Neugestaltungspläne, forderte einzig eine deutliche Reduzierung der Rasenfläche, die sich in ihrer Länge in der Planung derzeit noch an den Maßen der Kirche orientiert, um etwa ein Drittel. „Wir planen zukünftig mehr Veranstaltungen rund um die Erlöserkirche durchzuführen, müssen beispielsweise für Open-Air-Events Bierzeltgarnituren für bis zu 150 Personen stellen können“, sagte Eilbrecht. Die Rasenfläche sei ein rein optisches Element, die Kirchengemeinde habe aber verstärkt den praktischen Nutzen des neuen Platzes im Blick.

Wie groß die Grünfläche letztlich ausfällt, werden die Kirchengemeinde, Verwaltung und das Architekturbüro zeitnah in weiteren Gesprächen festlegen, denn im Ausschuss gelang es auch nach längerer Diskussion nicht einen Konsens zu finden. Kloeters berichtete über mögliche Probleme mit der Denkmalpflege bei einer weiteren Reduzierung der Rasenfläche. Lutz Schäfer, Fraktionsvorsitzender der SPD, sprach sich gegen eine weitere Verkleinerung aus, weil sonst rund um die Kirche eine Verödung durch zu viel Pflasterfläche drohe.

Kurze Bauzeit

Die reine Bauzeit für die Neugestaltungsmaßnahme, derzeit lässt die Kirchengemeinde bereits vorbereitende Arbeiten durchführen, kalkuliert die Verwaltung mit zwei Monaten. Die Kosten wurden bisher mit knapp 130 000 Euro beziffert. 60 Prozent der Summe werden über Regionale-Fördermittel abgedeckt. Die restlichen 40 Prozent (gut 50 000 Euro) übernehmen die Kirchengemeinde, die den Löwenanteil von fast 40 000 Euro beisteuert, sowie die Gemeinde Schalksmühle.

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