Große Wassermengen

Hochwasser in Schalksmühle: Bürger ohne Strom - Bereiche meiden

Die Volme ist ein reißender Fluss geworden. Mehrere Straßen sind überflutet.
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Die Volme ist ein reißender Fluss geworden. Mehrere Straßen sind überflutet.

Schon den ganzen Mittwoch steigt der Pegel der Volme in Schalksmühle. Das Wasser die kritische Grenze erreicht. Die Feuerwehr ist ununterbrochen im Einsatz. Menschen mussten gerettet werden.

[Update: Donnerstag, 15. Juli, 8.30 Uhr] Viele Bürger in Schalksmühle sind ohne derzeit ohne Strom. Die Volmestraße ist zum Teil befahrbar. Der Pegel sinkt: Die Volme hat 2,39 Meter. Am Mittwochabend lag er über drei Meter.

[19.15 Uhr] „Die Volme ist komplett übers Ufer gelaufen.“ Marc Fürst, Sprecher der Feuerwehr Schalksmühle ist mit seinen Kameraden im Dauereinsatz. Menschen mussten an der Volmestraße aus ihren Autos gerettet werden. Autofahrer sollen die Volmestraße und andere betroffene Bereiche unbedingt meiden, betont Fürst. Er spricht auch von „Hochwasser-Tourismus“. Es sei äußert gefährlich. Appell an die Menschen: Halten Sie sich von den überschwemmten Gebieten fern!

Straßen in Schalksmühle stehen unter Wasser.

Der Pegel von 2,49 Meter kann nicht weiter steigen. Darüber informiert Ralf Bechtel, Leiter des Technischen Bauamts im Rathaus. Die Erklärung: „Weil höheres Hochwasser dort nicht gemessen werden kann“, so Bechtel. Der Pegel in Hagen-Ambrock steigt nach wie vor kontinuierlich an. Wenn man eine ähnliche Steigerung des Pegels für Stephansohl voraussetzt, liegt dieser bereist über drei Meter.

[18.55 Uhr] In Strücken ist ein Baum auf die Straße gefallen. Eine Durchfahrt ist derzeit nicht möglich. Laut Anwohnern ist auch der Strom in diesem Bereich weg. An der Asenbach läuft das Wasser die Straße runter.

[Mittwoch, 14. Juli, 18.40 Uhr] Die Volmestraße (B54) und die Klagebach laufen voll mit Wasser. Das teilt Marc Fürst von der Feuerwehr mit. Der Pegel der Volme liegt weiterhin bei 2,49 Meter. Gemessen in Stephansohl.

Hochwasser in Schalksmühle

Hochwasser in Schalksmühle
Hochwasser in Schalksmühle
Hochwasser in Schalksmühle
Hochwasser in Schalksmühle
Hochwasser in Schalksmühle

[Mittwoch, 14. Juli, 17.30 Uhr]: „Die Volme ist in den Volmepark gelaufen“, teilt Marc Fürst von der Feuerwehr Schalksmühle mit. Außerdem dringt das Wasser des Flußes in die Firma Jung ein, die sich an der Volmestraße befindet. Außerdem kämpfen die Einsatzkräfte derzeit mit Problemen an der Klagebach. Dort läuft das Wasser unter anderem in Firmen rein.

[Mittwoch, 14. Juli, 16.55 Uhr] Seit kurz nach 16 Uhr liegt der Pegel bei 2,49 Meter. Zu weiteren großen Einsätzen der Feuerwehr ist es bisher nicht gekommen. Die Rathaus-Tiefgarage läuft voll.

[Mittwoch, 14. Juli, 15.30 Uhr] Hochwasser in Schalksmühle: Nach etwa 28 Jahren schwappt das Wasser der Volme wieder übers Ufer. Um 15 Uhr war der Alarmwert bereits überschritten. Pegelstand: 2,13 Meter.

Die Tiefgarage des Rathauses ist geräumt, wie Ordnungsamtsleiterin Silvia Gonzalez mitteilt. Mitarbeiter und Mieter der Parkplätze haben ihre Fahrzeuge entfernt, die Tiefgarage bleibt gesperrt. Für die Verwaltung ist das aber nichts Neues, das Grundwasser drückt sich in der Garage hoch. Bei zu viel Wasser kommen Pumpen zum Einsatz.

Ein Drittel der Sandsäcke wurde am Nachmittag eingeladen und nach Winkeln gebracht.

Drei Paletten Sandsäcke wurden zunächst nach Winkeln geliefert, weil dort Wasser in eine Scheune und in das angrenzende Wohnhaus zu laufen drohte. 

[Mittwoch, 14. Juli, 14.45 Uhr] Mit 1,79 Meter um 14 Uhr erreicht die Volme in Schalksmühle ihren bisherigen Höchststand in diesen Tagen. Die Feuerwehr rüstet sich für einen möglichen Einsatz.

Der Wasserstand der Volme in Schalksmühle am Volmepark ist hoch.

Das Rathaus behält den Pegelstand der Volme im Auge. Die Verwaltung orientiert sich an der Messstelle in Stephansohl. Betroffen ist die Verwaltung vom Hochwasser mit als Erstes. Die Tiefgarage des Rathauses muss bei kritischen Werten geräumt werden. „Die empfohlene Alarmgrenze liegt bei 209 Zentimetern“, sagt Silvia Gonzalez, Leiterin der Fachbereichs Bürgerdienste und Verwaltung. Dieser Wert war bis Redaktionsschluss noch nicht erreicht. Dennoch hat sich die Freiwillige Feuerwehr bereits am Mittwochnachmittag auf ein Hochwasser vorbereitet. Zwei Tonnen Sand haben die Einsatzkräfte in Säcke umgefüllt, um gerüstet zu sein.

Die Wehrleute in Schalksmühle füllt am Mittwochnachmittag vorsorglich Sandsäcke.

Die Freiwillige Feuerwehr war bereits am Mittwochmorgen im Einsatz. Allerdings nicht in der Gemeinde, sondern in der Nachbarstadt Hagen. Der Löschzug I der Freiwilligen Feuerwehr ist im Bereich Hagen-Dahl und Rummenohl unterwegs gewesen, um die Wehrleute in Hagen zu unterstützen. „Da die Kräfte der Feuerwehr Hagen größtenteils – mit Ausnahme der Feuerwehr Dahl – nicht mehr in diese Region kommen aufgrund eines Erdrutsches“, erklärte Marc Fürst, Pressesprecher der Feuerwehr Schalksmühle, auf Nachfrage.

Hotelgäste anderweitig untergebracht

Unter anderem brauchte das Hotel Dresel im benachbarten Rummenohl die Hilfe der Wehrleute. Gemeldet wurde eine Rauchentwicklung. Die entstand im Heizungsraum, weil dieser unter Wasser stand. Die Hotelgäste wurden anderweitig untergebracht, weil der Strom abgestellt werden musste.

In Schalksmühle selbst blieb es bis zum Abend bei kleineren Einsätze wegen des Wetters. Das Problem waren vor allem Bäche, die an die Volme angrenzen. Die drohten zum Teil, in Häuser einzudringen, sagte der Feuerwehrsprecher. An der Rölveder Mühle und an der Klagebach war das zum Beispiel der Fall. Die Einsatzkräfte kümmerten sich außerdem um einen Baum, der auf eine Straße gestürzt ist.

„1993 trat die Volme das letzte Mal übers Ufer“, erklärte Marc Fürst. Der Anstieg des Grundwasser kann ebenfalls zu Überschwemmungen führen.

[Mittwoch, 14. Juli, 13.35 Uhr] Schalksmühle - Es regnet schon den ganzen Mittwoch. Die Wassermassen sorgen dafür, dass der Pegel der Volme immer weiter steigt. Mit Stand von 13 Uhr hat der Fluß 1,71 Meter an der Messstelle in Stephansohl erreicht. Alarm gibt die Gemeinde ab 2,09 Meter.

Der Mittelwert an dem Messstandort liegt bei 22 Zentimetern. Mit 1,71 Metern liegt dieser Wert 677 Prozent darüber.

Der Fluss wird immer reißender

[Mittwoch, 14. Juli, 12 Uhr] Am Mittwochmorgen lag der Pegel in Stephansohl in Schalksmühle noch bei 72 Zentimetern. Mittags hat das Wasser der Volme den Wert 1,52 Meter (Stand: Mittwoch, 14. Juli, 12 Uhr) erreicht. Damit gibt es zwar noch kein Hochwasser in der Gemeinde, aber durch die Wassermengen wird die Volme zu einem reißenden Fluss.

„Die empfohlene Alarmgrenze liegt bei 209 Zentimetern“, sagt Silvia Gonzalez, Leiterin der Fachbereichs Bürgerdienste und Verwaltung.

Mittwochmittag lag der Pegel in Stephansohl bei 1,52 Meter.

Das Rathaus behält den Pegelstand im Auge, denn die Verwaltung ist mit als Erstes betroffen, wenn die Grenze überstiegen wird. Dann muss die Tiefgarage des Rathauses geräumt werden.

Feuerwehr hilft in Hagen

Die Freiwillige Feuerwehr war am Mittwochmorgen im Einsatz. Allerdings nicht in der Gemeinde, sondern in der Nachbarstadt Hagen. Der Löschzug I der Freiwilligen Feuerwehr ist im Bereich Hagen-Dahl und Rummenohl unterwegs gewesen, um die Wehrleute in Hagen zu unterstützen.

Die Feuerwehr Schalksmühle unterstützt die Feuerwehr in Hagen.

„Da die Kräfte der Feurwehr Hagen größtenteils – mit Ausnahme der Feuerwehr Dahl – nicht mehr in diese Region kommen aufgrund eines Erdrutsches“, erklärte Marc Fürst, Pressesprecher der Feuerwehr Schalksmühle, auf Nachfrage. Dabei ging es vor allem um voll gelaufene Keller.

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