„Der Traumkasper“ entführt in Fantasiewelt

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Die böse Fee (Karin Blunk) hat Träumer Peter (Jakob Beyer) fest im Griff.

SCHALKSMÜHLE -  Gute und böse Feen, Märchenfiguren wie Rotkäppchen und der Froschkönig, aber vor allem der lustige Kasper tummelten sich am Samstag in der Festhalle Spormecke. Das Mendener-Amateur-Theater (MAT) brachte dem jungen Publikum den Träumer Peter und seine Abenteuer in einer Fantasiewelt näher.

Auch in diesem Jahr überzeugte das Ensemble des MAT mit lebendiger, mitreißender Spielfreude und professioneller Darbietung. Das Stück „Der Traumkasper“ von Mara Schockenhoff und Barbara Schmidt wurde zwar schon vor 30 Jahren geschrieben, doch die behandelten Themen sind noch heute wichtig: Das Überwinden von Einsamkeit unsportlicher Stubenhocker und dass man auf andere zugehen, die eigenen Bedenken überwinden muss, um Freunde zu finden.

Omi und der strenge Vater kümmern sich ständig um Peter – überzeugend dargestellt von Jakob Beyer, der das zweite Jahr im Ensemble ist und seine erste Hauptrolle spielt – weil er so viel allein ist. Doch Peter flüchtet sich in seine Fantasiewelt. Sein einziger Freund ist sein Spielzeugkasper. Der wird über Nacht überaus lebendig und sorgt für heftigen Wirbel.

Das Besondere der Truppe ist das Zusammenspiel von Jung und Alt. Momentan umfasst das MAT rund 60 feste Mitglieder. 1971 übernahm die Gymnasiallehrerin Barbara Schmidt die Regiearbeit. Seither spielt das Amateur-Theater neben den Stücken für Erwachsene die selbstgeschriebenen Märchen, die das Hauptstandbein der Truppe darstellen.

In Schalksmühle sind die Aufführungen inzwischen eine feste Größe. Mit viel Dynamik, bunten Kulissen und ansprechenden Kostümen, unterstützt durch professionelle Licht- und Tontechnik boten die Geschehnisse auf der Bühne kurzweilige Unterhaltung.

Barbara Schmidt besetzt die Rollen nach Talent und Charakter. Dadurch überzeugen die Figuren, das Publikum erlebt Spannung und Spaß im Wechsel. Die ganz Kleinen fiebern förmlich mit den Figuren mit, erleben das Gute und Böse, und freuen sich, wenn – wie im Märchen üblich – das Gute triumphiert.

Von Rita Jonuleit

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