Kita-Alltag in Corona-Zeiten

Kitas im Regelbetrieb: Nur mit Unterstützung von Alltagshelfern möglich

Regelbetrieb Kitas Schalksmühle
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Der Regelbetrieb in den Kitas läuft in der Gemeinde Schalksmühle wieder seit dem 17. August. Damit geht für die Kinder trotz der Pandemie der Alltag weiter. Symbolbild aus der Kita in Heedfeld.

Seit dem 17. August soll in den Kindertagesstätten in NRW der Regelbetrieb in Sachen Betreuung wieder laufen. So sieht der Alltag in einigen Einrichtungen in Schalksmühle aus.

Schalksmühle – Seit dem 17. August soll in den Kindertagesstätten in NRW der Regelbetrieb in Sachen Betreuung wieder laufen. Unsere Zeitung hat sich bei den Verantwortlichen in den Kitas in Heedfeld und Stallhaus sowie bei der Gemeinde als Träger der Einrichtungen am Wansbeckplatz und in Dahlerbrück umgehört, wie es unter den Bedingungen der Pandemie läuft.

Im Kindergarten der Evangelischen Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld gab es bislang laut Leiterin Maike Harnisch keine Probleme. „Bei uns funktioniert alles.“ Die Einrichtung konnte in einer ausreichenden Personalstärke den Betrieb ausweiten. „Wir haben zwei Kräfte, ehemalige Kolleginnen, eingestellt, da wir zwei Risikopatienten unter den Erziehern haben.“ Zudem habe man, um den Anforderungen zur Umsetzung der Hygienevorgaben Rechnung zu tragen, eine Alltagshelferin dazu bekommen, die nach 16 Uhr die großen Desinfektionsarbeiten übernimmt.

Hygienemaßnahmen sind besonders wichtig

Da in der Betreuungsarbeit wesentliche Schutzmaßnahmen, wie das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes oder die Einhaltung des Sicherheitsabstandes von 1,5 Metern nicht umgesetzt werden können, seien Hygienemaßnahmen wie Desinfektion, Händewaschen oder Essenszubereitung besonders wichtig. Die Einrichtung sei trotzdem in der Lage, das volle Betreuungsangebot fahren zu können, so die Leiterin weiter. Da für Erwachsene andere Voraussetzungen gelten, müssen die Eltern weiterhin vor der Tür bleiben. Die Erzieher halten ihnen gegenüber den Abstand ein und tragen eine Maske.

Im Rahmen des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten können sich alle Mitarbeiter bis zu den Herbstferien freiwillig alle 14 Tage testen lassen. Die Kosten dafür übernimmt das Land. „Unser gesamtes Team hat sich bereits einmal testen lassen“, erklärt Maike Harnisch. Die Angst vor einer Ansteckung oder vor einer Situation wie in der Kita Wunderland in Halver sei unter den Erziehern nicht gestiegen. „Alle sind froh, dass wir normal arbeiten können, und haben ihre Motivation gestärkt. Man kann es nicht ändern, wir machen, was geht.“ Und wenn es doch zu einer Schließung kommen sollte, dann passiere das zur Sicherheit aller.

Eltern müssen weiterhin draußen bleiben

Auch in der Awo-Kindertagesstätte Mittendrin in Stallhaus konnte man den Regelbetrieb ohne personelle Probleme aufnehmen. „Wir haben das Glück, dass alle wieder im Einsatz sind“, betont Charlotte Neuhaus, die Einrichtungsleiterin. Zum 1. September werde eine Alltagshelferin eingestellt, die für die Desinfektion verantwortlich sein wird. Die Fachempfehlungen zu den Schutzmaßnahmen können so weiter eingehalten werden, deshalb sei der Betrieb auch zu den regulären Buchungszeiten möglich. Zwar dürfen die Gruppen wieder gemischt werden, aber die Eltern müssen weiterhin draußen bleiben, erklärt Charlotte Neuhaus. Die Mitarbeiter haben sich teilweise auch schon testen lassen. Zwar sei das Unwohlsein angesichts der Neuinfektionen generell da. „Wir müssen aber mit der Situation leben und versuchen das Beste daraus zu machen“, so die Leiterin.

Das Personal trägt Masken, wenn die Kinder in Empfang genommen werden.

Nektarios Stefanidis, Sachgebietsleiter Bildung, Kultur und Sport

In der Kindertagesstätte und Familienzentrum Wansbeckplatz und in der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ in Dahlerbrück konnte ebenfalls der Regelbetrieb wieder aufgenommen werden. Der personelle Mindeststandard sei eingehalten, erklärt Nektarios Stefanidis, Sachgebietsleiter Bildung, Kultur und Sport. Auch in Sachen Schutzmaßnahmen sieht er keine aktuellen Probleme in den beiden Einrichtungen. „Das Personal trägt Masken, wenn die Kinder in Empfang genommen werden. Während der Arbeit werden die Masken abgenommen. Es wird versucht, so gut es geht, Abstände einzuhalten. Bei den Kindern untereinander ist dies nicht immer möglich. Personal und Kinder waschen sich regelmäßig die Hände, und es wird regelmäßig eine Flächendesinfektion durchgeführt. Die Essensausgabe findet nach den Hygienevorschriften statt.“

Um die Anforderungen der Hygienevorgaben meistern zu können, habe man in beiden Kitas Alltagshelfer eingestellt, die die Teams unterstützen. Die Erzieher hätten sich zudem testen lassen. Man sei froh, dass die Maßnahmen umgesetzt werden können und dass noch keine Kita geschlossen werden musste.

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