„Der Mais reißt es raus“

SCHALKSMÜHLE ▪ Die Wetterkapriolen der zurückliegenden Monate haben nicht nur im Sauerland Erholung Suchenden, Eiscafébetreibern und Biergarteneigentümern Sorgen bereitet. „Es hat sich wieder bestätigt, dass kein Berufsstand so in Abhängigkeit von Wetter und Boden erfolgreich arbeitet oder Missernten erzielt wie die Landwirtschaft“, sagte Günter Buttighofer.

Der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Märkischer Kreis hatte jetzt zum traditionellen Erntedank-Gespräch eingeladen. Treffpunkt war diesmal der Hof von Dietmar Trimpop in Altenhülscheid 1.

Buttighofer bilanzierte das landwirtschaftliche Jahr vor dem Hintergrund des unberechenbaren Wetters als sehr kritisch. „So etwas habe ich noch nicht erlebt und das stellt uns vor gewaltige Probleme“, sagte der Kreisvorsitzende, der selbst eine Milchwirtschaft in Wiblingwerde betreibt. Einen positiven Ausblick nannte er dennoch: „Die jetzt beginnende Maisernte könnte einiges wieder rausreißen“.

Anders sehe es zum Beispiel beim Grünschnitt aus, der Futtergrundlage für ein ganzes Jahr. Der erste und nährstoffreichste Schnitt ist wegen des schlechten Wetters zum Teil ausgefallen. Das belastet die Betriebe, wenn sie Futter zukaufen müssen. Inzwischen konnten stellenweise aber doch vier Schnitte eingefahren werden, so dass – bei minderer Qualität – ausreichende Mengen zur Verfügung stehen.

Die Entwicklung auf dem Milchmarkt, soll heißen einigermaßen zufriedenstellende Preise für das Grundnahrungsmittel Milch, ist okay. Stellenweise werde allerdings der Erlös aus gestiegenen Milchpreisen durch steigende Futterkosten aufgezehrt.

Wesentlich dramatischer öffne sich die Schere allerdings bei den Schweineerzeugern. Dort sind die Preise im Keller, die Futterkosten sind dagegen drastisch gestiegen.

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