Dem demografischen Wandel begegnen

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Jan Schriever und Anja Wolf stellen die ersten Ergebnisse des Arbeitskreises Demografie vor. „Schalksmühle braucht ein klares Leitbild“, finden beide.

Schalksmühle - Wie kann die Gemeinde den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen? Diese Frage stellte sich der neue Arbeitskreis Demografie, bestehend aus Vertretern der Politik und der Verwaltung.

Von Alisa Kannapin

Nach ersten Gesprächen stand schnell fest: Die Richtung müssen die Verwaltungs- und Fraktionsspitze vorgeben – mit Leben gefüllt werden die Ideen schließlich von den Bürgern.

„Leitbilder für Kommunen gibt es viele. Wir wollen aber kein Allgemeines, sondern eins, das sich abhebt“, sagt Anja Wolf, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste. Im Rahmen von Sitzungen machte der Arbeitskreis zunächst eine Bestandsaufnahme.

„Hier haben wir uns gefragt, was die Gemeinde schon zu bieten hat, zum Beispiel die Regionale-Projekte, ein erfolgreicher Handballverein, die Primusschule oder eine engagierte Bevölkerung“, erklärt Jan Schriever, FDP-Fraktionsvorsitzender und Leiter des Arbeitskreises.

Auch die Zielgruppen, die erreicht werden sollen, wurden aufgeschrieben: Bürger, die in Schalksmühle leben und gehalten werden sollen, Arbeitgeber oder Menschen in Großstädten, die ländlicher leben möchten.

Ziele, die angegangen werden sollen, können Mehrgenerationenprojekte, die zukünftige medizinische Versorgung oder auch der öffentliche Nahverkehr sein.

Um einen Blick von Außenstehenden auf die Gemeinde zuzulassen, holte sich der Arbeitskreis Demografie die Hilfe einer Agentur für Strategische Kommunikation. „Bei verschiedenen Brainstormings haben wir jede Menge zusammengetragen, Stärken und Schwächen von Schalksmühle aufgeschrieben oder sind Daten der Bertelsmann Stiftung durchgegangen. Jetzt brauchen wir Unterstützung, um den Prozess professionell zu steuern, eine klare Struktur vorzugeben und schließlich einen Leitfaden zu erstellen“, sagt Schriever.

Wichtig sei im Anschluss, anhand der Ergebnisse eine Richtung vorzugeben, nach der einzelne Projekte geplant werden. Schriever: „Das bringt auch Verbindlichkeiten mit sich, denn die Spitzen von Verwaltung und Politik haben diese Ziele mitgetragen.“

Zurzeit arbeite die beauftragte Agentur noch an dem Leitfaden, der im Anschluss den Mitgliedern des Arbeitskreises vorgelegt wird. Um die festgelegten Schwerpunkte im Anschluss mit Leben zu füllen, sollen die Bevölkerung und Vertreter aus dem Vereinsleben mit ins Boot geholt werden. Anja Wolf: „Hier können alle ihre Ideen einbringen.“

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