Dekorationen in Corona-Zeiten

Deko-Boom durch Corona - Menschen machen es sich schön zuhause

Deko-Boom durch Corona, Flora Loca, Schalksmühle
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Durchschnaufen nach anstrengenden Wochen vor dem ersten Advent kam Tanja Wesnigk, Inhaberin von Flora Loca am Rathausplatz.

Durchschnaufen kann Tanja Wesnigk, die Inhaberin des Blumen- und Dekofachgeschäfts Flora Loca am Rathausplatz, nun nach anstrengenden Wochen. „Ich war dieses Jahr nur mit Arbeit beschäftigt.“ Die Inhaberin erlebt einen Deko-Boom, der sich auch auf das Coronavirus und den Trend zum sogenannten „Cocooning“ zurückführen lässt.

Schalksmühle – Seit dem ersten Advent geht es bei Tanja Wesnigk im Laden ruhiger zu. Nun werden weniger Dekoartikel und Pflanzen gekauft. Man sei fürs Fest eingedeckt, vermutet die Floristin. Doch in der Zeit davor sei viel gekauft worden. Die Menschen würden, da sie nicht wegfahren können, es sich daheim besonders heimelig machen. „Man merkt es ja an sich selbst, dass man es sich zuhause gemütlicher macht.“ Doch eigentlich sei es das ganze Jahr über schon so gewesen. „Die Kunden haben uns gut unterstützt. Während des ersten Lockdowns haben wir die Waren mit unserem Lieferservice bis an die Gartentür gebracht.“

Gartenarbeiten im Sommer

Große Massenaufläufe, wie sie die Gartencenter im Sommer erlebt haben, gab es entlang der Bahnhofstraße zwar nicht. Doch während der Pflanzzeit haben auch Wesnigks Kunden ihre Gärten schön gemacht. „Pflanzen liefen sehr gut. Die Menschen wollten nicht den Weg in den Baumarkt antreten und die dortigen langen Warteschlangen vermeiden. Viele wollten uns aber auch unterstützen.“

Einen Deko-Boom durch Corona erlebten die Inhaberin Tanja Wesnigk und ihre Mitarbeiterinnen bei Flora Loca.

Über die Ladentheke seien vor allem Dekoartikel für draußen und Pflanzen aller Art gegangen. „Besonders mediterrane Gewächse wie Zitronen- oder Orangenbäume, aber auch Oleander“, erklärt Tanja Wesnigk. Die Leute hätten sich als Ausgleich für den ausgefallenen Sommerurlaub südliches Flair in den Garten geholt.

Lange Wartezeiten an Muttertag und Ostern

Lange Wartezeiten mussten die Kunden von Flora Loca allerdings zu Muttertag und Ostern in Kauf nehmen. „Da standen die Menschen in Zweierreihen auf der Bahnhofstraße bis zur Fahrbahn. Im Sommer wurde es dann etwas ruhiger. Los ging es dann wieder in der Herbstzeit. Nachdem sie bis Samstag viel verkauft hat, werde es jetzt bis Heiligabend ruhig bleiben.

Kurz vor Heiligabend werden vermehrt Geschenke für die Liebsten eingekauft.

Herausragend neue Dinge seien auch in diesem Jahr nicht gewünscht gewesen. „Das Übliche“, fasst Tanja Wesnigk den Deko-Trend für die Weihnachtszeit zusammen. Neben fertigen Kränzen und Gestecken waren vor allem aber Dinge zum Selbermachen beliebt. Die klassischen Weihnachtsfarben Rot, Grün, Gold, Silber und Rosé durften nicht fehlen.

Jetzt kommt das Weihnachtsgeschäft

In den kommenden Tagen bereitet sich die Ladeninhaberin auf das Weihnachtsgeschäft vor. „In nächster Zeit werden dann wieder Geschenke gekauft.“ Die Tage bis Heiligabend sollen ein Jahr abrunden, dass durch viele Einschnitte geprägt ist.

Kommunionen und Konfirmationen sowie Taufen oder große Geburtstage wurden kaum oder überhaupt nicht gefeiert. Dementsprechend wurden auch die Aufträge für die Dekorationen storniert. „Im März war es besonders schlimm. Da hagelte es Absagen. Vor allem bei den Vorbestellungen aus 2019 für Hochzeiten“, erklärt Tanja Wesnigk.

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