Erste Hilfe

Leader-Förderung: Defibrillatoren sollen Leben retten

Defibrillatoren Schalksmühle Leader Feuerwehr Leonidas Kersenbrock
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Einer von vier Defibrillatoren in Schalksmühle: Bernd-Martin Leonidas (links) und Feuerwehrchef Dirk Kersenbrock präsentieren das Gerät am Feuerwehrgerätehaus Winkeln.

Vier Defibrillatoren hängen nun in Schalksmühle verteilt für den Notfall bereit. An vier Feuerwehrgerätehäusern – in Winkeln, Schalksmühle, Dahlerbrück und Hülscheid – wurden die Geräte angebracht. Der Hintergrund ist eine Leader-Förderung – und Leben retten.

Schalksmühle – Im Fall eines Herz-Kreislauf-Stillstands können sie Lebensretter sein: die Defibrillatoren. In solchen Situationen zählt jede Minute. In ländlichen Bereichen wie Schalksmühle kann es nach dem Notruf noch eine längere Zeit dauern, bis der Notarzt vor Ort ist – anders als in Großstädten zum Beispiel. Mit einem Defibrillator kann jeder Laie Erste Hilfe leisten und helfen, auch ohne Notarzt.

„Wir haben die Feuerwehren als Standorte deshalb ausgewählt, da sie alle zentral in den Ortsteilen liegen und sich diese Standorte schnell in den Köpfen der Bürger einprägen“, sagt Silvia Gonzalez, Fachbereichsleiterin Bürgerdienste und Soziales im Rathaus. Sie hat dieses Projekt zusammen mit Dirk Kersenbrock, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle, initiiert.

Eine bessere Gesundheitsversorgung steigert den Lebenswert eines Ortes.

Bernd-Martin Leonidas, 2. Vorsitzender des Leader-Vereins

„Eine bessere Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung steigert den Lebenswert eines Ortes und erfüllt somit die Kriterien des Leader-Förderprogramms“, erklärt Bernd-Martin Leonidas, 2. Vorsitzender des Leader-Vereins. Als eins von 16 Kleinprojekten Oben an der Volme stehen die Defibrillatoren auf der Liste der Leader-Förderung. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Lokalen Aktionsgruppe Oben an der Volme erneut Gelder für Kleinprojekte in unsere Region bekommen konnten“, sagt Leonidas.

Unterstützung auch für weitere Projekte

Neben den Defibrillatoren wurde in Schalksmühle auch der Hegering unterstützt. Der Fokus liegt dabei auf der kindgerechten Qualifizierung des Jagd- und Naturkundemuseums. Das DRK Schalksmühle erhielt eine Förderung für die Anschaffung von Trainingspuppen für Reanimationstrainings. Ziel ist damit eine „qualifizierte Aus- und Weiterbildung“.

Erneute Förderung in 2021 geplant

Auch in 2021 sollen Kleinprojekte durch das Leader-Programm gefördert werden. Bis Mitte Februar müssen die Projektideen zu Papier gebracht und beim Leader-Regionalmanagement eingereicht werden. Alle Bürger, Vereine und Organisationen sind aufgerufen, mitzumachen.

Es werden die Projekte gefördert, die den ländlichen Raum als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum sichern und weiterentwickeln. Förderfähig sind bei diesem Aufruf sowohl investive als auch digitale Maßnahmen, die der Entwicklung des Ortes oder der Region dienen. Die Gesamtkosten eines Projektes dürfen dabei 20 000 Euro nicht übersteigen und die Umsetzung muss in diesem Jahr erfolgen. Die Projekte können mit bis zu 80 Prozent gefördert werden.

„Es gibt bereits vonseiten der Gemeinde zwei Kooperationsprojekte, für die Fördermittel beantragt werden sollen und die wir gerade vorbereiten“, verrät Leonidas. „Wir freuen uns sehr, wenn weitere Projektideen für Schalksmühle eingereicht werden, die den Menschen im ländlichen Raum helfen und den Ort und die Region stärken.“

Fragen zu Leader-Kleinprojekten und zum Vorgehen beantwortet Bernd-Martin Leonidas im Schalksmühler Rathaus unter Tel. 0 23 55/8 42 85 und per E-Mail an b.leonidas@schalksmuehle.de.

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