Engagement für die Tafel

Das Kiepenlisettken hilft - Kalender für den guten Zweck

Kiepenlisettken Kalender Tafel Edeka
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Für den Kalender hat Anke Zacharias (links) - im Bild mit Astrid Lehmann und Erika Ostmeyer von der Tafel Schalksmühle-Halver sowie Anna Clever vom Edeka-Markt – das Kiepenlisettken farbig in Szene gesetzt.

Das Kiepenlisettken in Schalksmühle ist die Hauptfigur in einem Kalender für 2021. Und dieser ist für einen guten Zweck gedacht.

Schalksmühle - Waldemar Wien, dem Lüdenscheid seinen Onkel Willi verdankt, setzte ihr mit der Bronzefigur des Kiepenlisettkens ein Denkmal. Einst zog die Handelsfrau, die mit bürgerlichem Namen Lisette Cramer hieß, von Hof zu Hof und Ort zu Ort, um die Menschen mit Kurzwaren und anderen Produkten des alltäglichen Bedarfs zu versorgen. Vor dem Rathaus hat sie – allzeit freundlich lächelnd wie auf einem alten Foto – ihren Platz gefunden.

In Form eines Hochglanzkalenders hat die Schalksmühlerin Anke Zacharias, die ein besonders Faible für die liebenswerte Figur hat, das Kiepenlisettken nun farbig in Szene gesetzt. „Vor zwei Jahren fing es mit einer Tasse an“, sagt die Unternehmerin, die eine Werbeagentur betreibt und seit September in ihrem Ladenlokal „Lisettkens kleine Welt“ an der Mühlenstraße Kiepenlisettkentassen und handgefertigte Artikel von regionalen Künstlern und Kunsthandwerkern vertreibt.

100 Exemplare gibt es

Mit dem Kalender, der in einer Stückzahl von 100 Exemplaren erschienen ist, möchte sie das Kiepenlisettken gleichsam aus seinem Schwarz-Weiß-Dasein befreien und gleichzeitig Gutes tun. „Wenn schon, dann in Verbindung mit einem guten Zweck“, erläutert sie ihre Idee.

Von der Idee war der Weg zur Tafel Schalksmühle-Halver nicht weit. Von jedem verkauften Kalender, der 29,90 Euro kostet, gehen 10 Euro an die Tafel. „Wenn wir alle 100 Kalender verkaufen, dann sind das 1000 Euro für die Tafel.“ Mit ins Boot holte sich Anke Zacharias das Ehepaar Michael und Anna Clever vom Edeka-Markt in Dahlerbrück, der den Verkauf der Kalender unterstützt.

Das Lisettken wird lebendig

Anregungen für ihren Kalender holte sich die Schalksmühlerin im Internet, wo sie auf farbig gestaltete Gebäude, die ihr gut gefielen, stieß. Ähnliches konnte sie sich für das Motiv des Kiepenlisettkens vorstellen. Das Ziel: der Figur durch Farbe Lebendigkeit zu verleihen.

Jedes Monatsblatt des DIN A3-Kalenders in Hochglanz mit UV-Lackierung – edel anzusehen - zeichnet sich durch eine andere Farbgestaltung aus. „Man kann jedes Bild anschließend rausnehmen und einrahmen“, meint die Schalksmühlerin. Ihr erklärtes Lieblingsmotiv ist auf dem Titelbild des Kalenders zu sehen.

Bei Astrid Lehmann von der Tafel Schalksmühle-Halver, die gemeinsam mit ihrer Mutter Erika Ostmeyer und Tochter Lea an der Vorstellung des Kiepenlisettkenkalenders teilnahm, löste Anke Zacharias Idee große Freude aus. „Ich habe Freudensprünge gemacht, als mich Anke Zacharias angeschrieben hat“, erzählt sie. Außerhalb der Weihnachtszeit erhalte die Tafel nur sehr selten Spenden.

Unterstützung für die Tafel

In Schalksmühle versorgt die Tafel Bedürftige nach wie vor nach Terminvergabe mit Lebensmitteln. In Halver, wo dies nicht möglich ist, erhalten Menschen, die auf die Tafel angewiesen sind, das Benötigte per Lieferdienst. Seit der Pandemie sind zahlreiche Bedürftige, die sich in ihrer Not an die Tafel gewendet haben, hinzugekommen. „Wir werden auch später einen kleinen Lieferdienst beibehalten“, sagt Astrid Lehmann. „Vor allem für die Älteren.“

Die Kosten für Sprit, Masken, Desinfektionsmittel und mehr sind vor diesem Hintergrund nach wie vor hoch. Erhältlich ist der Kiepenlisettkenkalender im Dahlerbrücker Edeka-Markt.

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