Entwidmung einer Kirche

Das Ende einer Kirche im MK: Privatperson möchte Gebäude kaufen

Christuskirche Dahlerbrück Entwidmung Schalksmühle
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Die Zukunft ist gesichert: Für die Christuskirche in Dahlerbrück, die am 15. November entwidmet wird, gibt es einen konkreten Kaufinteressenten.

Eine Kirche weniger gibt es bald für eine Kommune im Märkischen Kreis, denn im November wird sie entwidmet. Eine Privatperson hat bereits Interesse an dem Gebäude bekundet.

Dahlerbrück – Der Tag kommt für die Evangelische Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück nicht überraschend. Dennoch ist der Abschied von der Christuskirche für die Gemeinde ein schmerzlicher, wenn auch mit Blick auf die Finanzen und die demografische Entwicklung unumgänglicher Schritt. Für das Gebäude der Kirche ist allerdings auch eine Zukunft in Sicht.

„Möglichst viele, die Bezug zur Kirche haben“, wie Pfarrer Torsten Beckmann und Presbyterin Julia Pütz sagen, möchte die Gemeinde am Sonntag, 15. November, in den Entwidmungsgottesdienst der Christuskirche in Dahlerbrück einbinden. Unter anderem werden Marlies Plaßmann und Wolfgang Pütz-Liebenow an der Orgel sowie der Posaunenchor Dahlerbrück, der – so die Überlegung – draußen vor der Kirche aufspielen könnte, mit von der Partie sein. Coronabedingt ist für den Gottesdienst, der um 15 Uhr beginnt, allerdings eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Jeder kann sich von der Kirche verabschieden

Damit jeder, der sich von der Kirche als gottesdienstlichem Raum verabschieden möchte, dies auch tun kann, ist die Kirche zuvor am 13. und 14. November geöffnet. Am 13. November besteht von 10 bis 12 Uhr Gelegenheit zum Abschiednehmen. Am 14. November öffnet die Kirche von 15 bis 18 Uhr ihre Pforten.

Bewusst persönlich möchte die Evangelische Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück den Entwidmungsgottesdienst der Kirche gestalten. „Es wird viel erzählt von der Kirche“, beschreiben Torsten Beckmann und Julia Pütz das Vorhaben. Dazu soll es eine Beamer-Präsentation geben, für die die Gemeinde noch dringend Fotos braucht. Jeder, der persönliche Fotos hat, die mit der Kirche zu tun haben, ist aufgerufen, sie der Gemeinde zur Verfügung zu stellen. Dies können Hochzeitsfotos sein von Paaren, die in der Christuskirche getraut wurden, Fotos von Taufen, Bilder von den besonderen Osternacht- und Gründonnerstagsgottesdiensten und vieles mehr.

Der letzte Gottesdienst: Pfarrer Torsten Beckmann und Presbyterin Julia Pütz planen eine besondere Entwidmung der Christuskirche am 15. November.

Wer solche Bilder hat, wird gebeten, sie bis zum 1. November per E-Mail ans Gemeindebüro (gemeindebuero@kg-scha-da.de) zu schicken oder zum Einscannen vorbeizubringen. Möglich ist auch, sie bei den sonntäglichen Gottesdiensten in der Erlöserkirche einem Presbyter zu treuen Händen zu überreichen oder im Briefkasten des Gemeindebüros einzuwerfen. Gerne gesehen sind private Fotos, „damit man sieht, wie die Kirche gelebt hat“, formuliert Julia Pütz das Anliegen von Pfarrer und Presbyterium.

Weitere Entwidmung im Januar

Zudem möchte die Gemeinde im Rahmen der offenen Kirche ein Buch auslegen, in dem jeder festhalten kann, was ihn mit der Christuskirche verbindet. Dieses Buch soll die Gemeinde auch bei der Entwidmung der Kreuzkirche Anfang kommenden Jahres begleiten.

Wie zu erfahren war, gibt es für die Christuskirche in Dahlerbrück mittlerweile einen konkreten privaten Kaufinteressenten. „Die Verkaufsgespräche sind allerdings noch nicht in trockenen Tüchern“, berichtet Pfarrer Torsten Beckmann.

Nach jetzigem Stand der Dinge kann die Orgel nach dem Verkauf in der Kirche verbleiben. Sakrale Gegenstände wie das Kreuz auf dem Kirchturm, das Kreuz im Altarraum, der Altar und das Taufbecken werden jedoch entfernt. Fehlen wird auch das Glockengeläut, das die Dahlerbrücker seit der Einweihung der Kirche im Jahr 1962 begleitete.

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