„Das ist ein bisschen wie ein Hobby“

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Klaus Werthmann am PC. Als Administrator der Facebook-Gruppe „Schalksmühle(r) ist der 57-Jährige jeden Tag im Sozialen Netzwerk aktiv. „Ich fühle mich bei Facebook wohl“, sagt Werthmann.

Schalksmühle - Was bewegt die Schalksmühler, welche Themen interessieren sie besonders und was sind die größten Aufreger? Klaus Werthmann kennt die Antworten. Als Administrator der Facebook-Gruppe „Schalksmühle(r)“ ist der 57-Jährige nahe dran an den Bürgern. Verfolgt die Diskussionen, stößt Gespräche an und weist auf Themen in der Gemeinde hin. Aktuell zählt die Gruppe 1728 Mitglieder.

Von Alisa Kannapin

Während sich die Mitglieder des Sozialen Netzwerks heute im freundlichen Tonfall über die Neuigkeiten in der Gemeinde austauschen, Inhalte teilen und darüber diskutieren, war das vor rund drei Jahren, als Klaus Werthmann die Administratoren-Rechte der Gruppe übernahm, noch nicht so. „Da war ich noch nicht lange bei Facebook angemeldet und so eine Seite war noch Neuland für mich“, sagt Werthmann. In der Gruppe „Schalksmühle(r)“ war er damals bereits Mitglied, aber noch nicht besonders aktiv.

Das änderte sich dann schlagartig. „Als ich die Rechte übernahm, gab es in der Gruppe drei Mitglieder, die sich gezielt über Leute lustig gemacht oder gehetzt haben. Damals konnte ich bei Diskussionen kaum den PC verlassen. Aber dann habe ich aufgeräumt und die Mitglieder aus der Gruppe geschmissen. Dann war Ruhe“, erzählt Werthmann.

Heute herrsche ein netter Umgangston unter den Mitgliedern und je nach Thema diskutieren die Teilnehmer auch ordentlich miteinander. Klaus Werthmann ist wichtig, dass jedes Mitglied in der Gruppe schreiben kann, was es möchte. „Wenn sich Leute nicht trauen, ihre Meinung offen zu schreiben, schicken sie mir manchmal eine private Nachricht und sagen, was sie denken.“

Rund 100 Leute beteiligen sich laut Werthmann regelmäßig an Diskussionen in der Gruppe, posten Fotos oder senden Grüße. „Einige wohnen auch gar nicht mehr in der Gemeinde und wollen so auf dem Laufenden gehalten werden.“

Um die Gruppe aktuell zu halten, teilt Klaus Werthmann regelmäßig Veranstaltungen innerhalb der Gemeinde oder postet Zeitungsartikel. Ziel ist es, die Mitglieder möglichst breit zu informieren. „Ich teile alles, von dem ich denke, dass es die Leute interessieren könnte.“ Er hält auch gute Kontakte zur Verwaltung, um über Aktuelles informiert zu sein.

Dabei versucht er ein möglichst breites Themenspektrum anzubieten, postet Inhalte aus der Kommunalpolitik genauso wie Mitteilungen aus Sportvereinen. „Und wer etwas Interessantes zu erzählen hat, kann das ja in die Gruppe posten.“

Und das tun die Schalksmühler auch, veröffentlichen beispielsweise Neujahrsgrüße oder Fotos von Spaziergängen durchs Gemeindegebiet.

Für Werthmann ist Facebook eine super Sache. „Ich habe darüber schon viele Freunde kennengelernt, die auf allen Kontinenten wohnen. Teilweise habe ich sie auch schon getroffen. Ich fühle mich bei Facebook wohl.“

Als Gruppen-Administrator ist Klaus Werthmann im Sozialen Netzwerk aber auch oft aktiv. Nachrichten erhält er den ganzen Tag über via Smartphone und abends läuft der PC beim Fernsehen. „Das ist ein bisschen wie ein Hobby“, sagt Werthmann und schmunzelt.

Seine Mühen lohnen sich: Von den „Schalksmühle(r)“-Mitgliedern erhält er positives Feedback. „Wenn die Leute nicht zufrieden wären, würden auch nicht so viele mitmachen“, meint er. Ihm ist auch wichtig, dass die Seite nicht zu stark als Werbefläche genutzt wird. „Wenn Schalksmühler Geschäfte besondere Aktionen machen, können sie das gerne in der Gruppe posten. Aber wer Sachen verkaufen will, kann das in anderen Foren tun.“

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