Dankeschön an Bürgerbus-Familie

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Heide Bachmann (erste Reihe, 2. von links) und ihr Ehemann Wolfgang luden die ehemaligen Fahrer des Bürgerbusvereins Schalksmühle als Dankeschön zu einem Grillabend zu sich nach Hause ein.

Schalksmühle - Bereits seit 26 Jahren fahren die Kleinbusse des Bürgerbusvereins nun schon durch Schalksmühle, um den Bürgern die Möglichkeit zu bieten, auch ohne Auto in der Gemeinde voran zu kommen. Die stellvertretende Bürgermeisterin und UWG-Politikerin Heide Bachmann und ihr Mann Wolfgang dankten jetzt den ehemaligen Fahrern des Vereins mit einer Einladung in ihre Gartenhütte.

Von Lara Diederich

„Einmal jährlich laden wir alle ehemaligen Fahrer ein, um gemeinsam bei Gegrilltem von alten Zeiten zu reden“, sagte Heide Bachmann, die sich freut, dass es immer ohne Probleme klappe, freiwillige Fahrer zu finden. „Dadurch, dass sich viele Freiwillige melden, fahren alle nur zwei bis dreimal im Monat, je nach Lust und Laune. So hat sich bereits eine große Bürgerbus-Familie gebildet.“ Auch Bürgermeister Jörg Schönenberg hat den Spaß am Fahren entdeckt: „Da ich noch berufstätig bin, fahre ich den Bürgerbus allerdings nur an Samstagen.“

Harry Haböck, Vorsitzender des Bürgerbusvereins, unterstrich noch einmal die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements. „Gerade ältere Menschen oder Schulkinder ohne Auto nutzen die Möglichkeit, für kleines Geld zum Einkaufen oder zum Arzt zu kommen. Das wäre ohne den Bürgerbusverein nicht möglich.“

18 Fahrer mussten mittlerweile ihr Amt niederlegen, weil das Fahren gesetzlich nur bis zu einem Alter von 70 Jahren erlaubt ist. Doch auch wenn die Ehemaligen nicht mehr fahren, heißt das nicht, dass sie sich komplett vom Verein verabschieden. „Viele kümmern sich noch weiter um die Pflege und Reinigung der Busse. Natürlich alles freiwillig“, betonte Haböck.

Hans Hohmeister ist pensionierter Fahrer und hat zum 25-jährigen Jubiläum ein Buch über den Bürgerbusverein geschrieben. „Mittlerweile fahren fünf Minibusse durch Schalksmühle und wir waren der erste in ganz Südwestfalen. Dort, wo der reguläre Linienverkehr nicht wirtschaftlich ist, kümmern wir uns um den Transport von Personen“, erklärte Hohmeister. Die Kommune, in der der Bürgerbus fahre, habe ein eventuelles Defizit zu tragen. „Das ist bei uns noch nie notwendig gewesen, wir fuhren immer in schwarzen Zahlen.“

Neben dem alljährlichen Grillabend beim Ehepaar Bachmann stehen außerdem weitere Aktionen wie Schießwettbewerbe, Vereinsfahrten, gemeinsame Wanderungen oder Weihnachtsfeiern auf dem Plan, um das Vereinsleben der Bürgerbus-Familie zu fördern.

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