Abschluss an der Primusschule

Abschluss in Corona-Zeiten: Zeugnisvergabe im Autokino

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Schalksmühle - Trotz Corona und aller damit verbundenen Einschränkungen bereitete die Primusschule ihrem ersten Entlassjahrgang im Lüdenscheider Autokino an der Hohen Steinert einen einmaligen, unvergesslichen Abschied.

57 Zehntklässler aus fünf Lerngruppen verabschiedete die Schule im Beisein von Eltern und Honoratioren mit Dank und mutmachenden Worten für die Zukunft. Über die Zeugnisvergabe hinaus bot die Feier Gelegenheit, auf die Anfänge der Primusschule zurückzublicken und ihre Entwicklung über Jahre hinweg Revue passieren zu lassen. 

„Als Bürgermeister habe ich die Entscheidung zur Gründung der Primusschule seinerzeit maßgeblich mitgetragen“, eröffnete Bürgermeister Jörg Schönenberg mit einem Blick zurück den Reigen der Ansprachen. Vom ersten Schultag an (21. August 2014) hätten die Jugendlichen den „Aufbau unserer neuen Schule aktiv mitgestaltet, Pionierarbeit geleistet und den Weg geebnet für die nachfolgenden Jahrgänge“. 

Primusschule Schalksmühle: Abschlusszeugnisse im Autokino

Primusschule Schalksmühle: Abschlusszeugnisse im Autokino

In markanten Zitaten ging er auf die Namenspatrone der Lerngruppen sowie das besondere Schulkonzept der Schule ein. Ebenso auf den Umbau der Schule, der sich für die Schüler fast durch ihre gesamte Schulzeit zog. 

"Ein Leben auf der Baustelle war Schulalltag"

„Ein Leben auf der Baustelle war für euch Schulalltag, den ihr tapfer ertragen habt.“ Worte des Dankes richtete er an die Eltern, die die Feier von ihren Fahrzeugen aus verfolgten. „Die intensive Mitwirkung der Eltern ist für das System Primusschule von besonderer Bedeutung“, bedankte er sich für Vertrauen in ein für alle neues Schulsystem. Gleichermaßen lobte er die Aufbauarbeit der Schulleitung und Lehrer. „Sie konnten auf keinerlei Routinen oder vorhandene Strukturen zurückgreifen, sondern mussten tatsächlich bei null anfangen.“ Zuletzt sei das Team beim Homeschooling der schwierigen Coronawochen sehr kreativ gewesen. 

Sichtlich stolz auf gute Abschlüsse

Zahlreiche Ehrengäste – unter ihnen Schulberater Achim Körbitz sowie Schulentwicklungsplaner der Bezirksregierung – hieß Schulleiterin Astrid Bangert willkommen. Sichtlich stolz zeigte sie sich über die guten Ergebnisse der Schüler, die sich selbst mit einem lachenden Gesicht als „Versuchskaninchen“ bezeichnet hätten. 68 Prozent hätten einen Mittleren Schulabschluss mit Qualifikationsvermerk erreicht, weitere 21 Prozent einen Mittleren und elf Prozent einen Hauptschulabschluss. Ein Schüler hätte überdies den Abschluss Gemeinsames Lernen geschafft. 

Emotionale Worte

Emotionale Worte fanden Jan Schriever vom Förderverein sowie Lilia Gebauer und Nick Heedfeld für den Abschlussjahrgang. Falls sie keinen Job finden würden, „machen wir einfach ein Umzugsunternehmen auf“, scherzten die Schüler. Lang war die Liste der Ehrungen für besondere außerschulische Leistungen der Jugendlichen. Aufgelockert wurde das gut zweistündige Programm mit der Zeugnisvergabe als Höhepunkt durch einen Video-Musikbeitrag von Annika Zapp und Videobeiträge von Lehrern und Schülern. Durch das Programm führten Lina Eilbrecht und Lenja Reinecke aus dem neunten Jahrgang.

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