Große Hilfsbereitschaft

Wildgehege Mesekendahl öffnet nächste Woche

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Die Wildschwein-Oma im Wildgehege ist bereit für die Rückkehr der Besucher.

Schalksmühle - „Den Tieren geht es gut!“ Dank großer Spendenbereitschaft aus Reihen der Bevölkerung ist die Versorgung der Tiere im Wildgehege Mesekendahl für die kommenden drei Monate gesichert. Und auch eine Öffnung ist in Sicht.

Derzeit mehren sich bei Betreiber Karl-Friedrich Trimpop die Anfragen, wann wieder ein Besuch des Geheges mit seiner vielfältigen Tierwelt möglich ist. Der Wunsch, im Mesekendahl vorbeizuschauen, ist groß. „Vermutlich haben wir ab Mittwoch, 13. Mai, wieder geöffnet“, hofft Trimpop. 

Vorsorglich bittet er Besucher darum, diesbezüglich aktuelle Infos auf der Homepage unter www.wildgehege-mesekendahl.de einzusehen. Er hofft, dann Gehege, Gastraum und Kiosk öffnen zu können. 

Große Spendenbereitschaft

Zutiefst gerührt ist der Schalksmühler von der Spendenbereitschaft aller Freunde und Liebhaber des Wildgeheges, die mit ihren Geld- und Brotspenden sowie Säcken mit Futtermöhren zusätzlich für die Versorgung der Tiere gesorgt haben. Der wöchentliche Futterplan lässt sich für ihn dadurch wesentlich einfacher gestalten. „Die Spendenbereitschaft haben wir in dieser Form und Höhe nicht erwartet oder einschätzen können“, schreibt Trimpop auf seiner Homepage. „Die persönliche Wertschätzung und die ‚kleinen eigenen Geschichten‘, die jeder Spender selbst mit dem Wildgehege Mesekendahl und Tieren verbindet, hat uns umgehauen und tief beeindruckt!“ 

Den Tieren im Mesekendahl geht es gut.

Zu diesen kleinen Geschichten gehört die der drei Freundinnen Olivia, Paula und Greta, die dem Wildgehege den Verkaufserlös ihrer bemalten Steine zukommen ließen, damit – wie sie befürchteten – keine Tiere geschlachtet werden müssen. „Die drei Mädchen standen mit 45,50 Euro für die Tiere vor der Tür.“ 

„Wir schlachten nicht“

Dass Tiere im Wildgehege geschlachtet werden, müssen die Kinder allerdings nicht befürchten. Für das Rindfleisch, das er für seine Fleischfresser benötigt, steht Karl-Friedrich Trimpop wie jeder andere an der Fleischtheke an. „Wir schlachten nicht.“ Meldungen über mögliche Notschlachtungen in Zoos aufgrund der Pandemie andernorts hatten die Mädchen alarmiert. Erwähnt sei zudem eine Barspende in Höhe von 1000 Euro, die eigentlich für eine Vatertagstour mit dem Planwagen vorgesehen war. Stammgast Manni, um ein weiteres Beispiel großer Hilfsbereitschaft zu nennen, packte zudem seinen Smart bis oben hin mit Futtermitteln voll. 

Die Tiere freuen sich auf die Besucher.

Da die Einnahmen aus dem wichtigen Oster- und Maifeiertagsgeschäft weggebrochen sind, wird Karl-Friedrich Trimpop die Rahmenbedingungen für die angekündigte Unterstützung des NRW-Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz prüfen. 

11,8 Millionen Euro stellt das Ministerium den von Schließungen betroffenen Zoos und Tierparks im Land in Aussicht, um die Einnahmeausfälle aufzufangen und die Versorgung der Tiere sicherzustellen. Ob die bereits erhaltene Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige, noch versteuert und eventuell zurückgezahlt werden muss, darauf angerechnet wird, weiß der Unternehmer noch nicht. Das gilt es zu prüfen.

Den Tieren geht es gut

Dass es den Tieren in dieser schwierigen Zeit gut geht und keines krank ist, ist für den Schalksmühler ein großes Glück. Nette kleine Geschichten kann er erzählen: von einer Wildschwein-Oma mit Zahnproblemen, die sich – um besser kauen zu können – ihr Brot im Wasser-Trog einweicht, oder dem Rehwild, dass es bei dem trockenen, warmen Wetter der vergangenen Tage nicht abwarten konnte, sich in der eigens angelegten Suhle zu wälzen, um sich abzukühlen und Plagegeister loszuwerden.

Außer Rand und Band sind laut Trimpop unterdessen die Ziegenböcke. Das einzig Gute an der derzeitigen Situation: „Ich kann im Gehege ohne Mundschutz herumlaufen.“ Unterstützung bei der Fütterung und Stallarbeit erhält er dieser Tage von seiner Lebensgefährtin Bianka Heinisch, die sonst am Grill und im Gastraum anzutreffen ist.

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