Schutz vor Virus wird zum Problem für die Umwelt

Einmalhandschuhe werden zum Problem

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Problem am Wegesrand: Ausrangierte Schutzhandschuhe.

Schalksmühle - Die Corona-Krise bringt auch ein Umweltproblem mit sich. So berichten Schalksmühler von achtlos weggeworfenen Einmalhandschuhen in Schalksmühle.

Oft sogar würden diese auch einfach im Einkaufswagen entsorgt. Für den Informanten eine „Unverschämtheit“, gerade mit Blick auf eine mögliche Infektion. 

Auch Michael Clever, Betreiber von insgesamt vier Edeka-Märkten, darunter auch in Dahlerbrück, hat dieses Problem bereits feststellen müssen. „Jeden Morgen sammelt bei uns ein Mitarbeiter unter Schutzmaßnahmen die Handschuhe auf.“ 

Dabei spiele zwar auch der Hygiene- und Ansteckungsaspekt eine Rolle. Doch der Marktverantwortliche sieht vor allem eine Gefahr für die Umwelt. Denn generell lande zurzeit viel mehr Plastikmüll vor seinen Märkten in der Umwelt. Der Naturschutzgedanke, der lange Zeit vor der Corona-Krise den Alltag mitbestimmt hat, scheine in den Hintergrund gerückt zu sein. „Es ist ärgerlich, dass diese Werte jetzt anscheinend nicht mehr zählen“, bedauert Michael Clever. 

Marktbetreiber in der Pflicht

Die Betreiber der Märkte stehen in der Pflicht, auf ihrem Gelände für Ordnung zu sorgen. Die Ordnungsbehörde habe da nur wenig Handhabe, erklärt Silvia Gonzalez, Fachbereichsleiter Bürgerdienste und Soziale bei der Gemeindeverwaltung, auf Anfrage. Das Ordnungsamt könne nur auf öffentlich zugänglichen Flächen etwas tun, wenn etwa die Verkehrssicherheit gefährdet ist. 

Etwas mehr Handhabe hätte man, wenn eine Gesundheitsgefährdung, etwa bei einer drohenden Rattenplage, bestehe. Aber selbst das sei schwierig. Einzig in der Rechtsverordnung im Rahmen der Corona-Krise könnte man unter dem Punkt Hygienemaßnahmen darauf hinweisen, so die Fachbereichsleiterin. 

Das Problem mit den Einmalhandschuhen sei ihr noch nicht zugetragen worden. Doch man werde in Zukunft darauf achten und, wenn es notwendig wird, auch die Betreiber der Märkte sensibilisieren.

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