Neue Veranstaltungsidee

Corona verdrängt Eventmarkt-Idee

Eventmarkt Schalksmühle
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Mit einem Feierabendmarkt möchte die Gemeinde die Menschen zum Besuch des Ortskerns animieren.

Die Idee zum Eventmarkt liegt erst einmal auf Eis. Corona machte dem Plan einen Strich durch die Rechnung. Doch ganz vom Tisch ist das Thema noch nicht.

Schalksmühle – Im Ergebnisplan des Haushaltsentwurfs 2021 sind unter dem Stichwort „Standgelder Märkte“ 1000 Euro festgehalten. Diesen Punkt nahm Bernd Josef Schmitt, Sachkundiger Bürger der Schalksmühler CDU, zum Anlass, im Rahmen der Beratung des Haushaltes im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Umwelt- und Klimaschutz am Montag die Verwaltung zu fragen, woher dieses Geld stammt, wofür er verwendet wird und ob wieder ein Markt in der Gemeinde etabliert werden soll. Silvia Gonzalez, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste und Soziales, erklärte, dass die Summe als Gebühr von dem Fischhändler, der auf dem Parkplatz neben dem Volme-Grill (Volmestraße/Hälverstraße) steht, stammt. Zudem brachte sie das Vorhaben, im Ortskern einen Spezialmarkt zu veranstalten, zur Sprache.

Bereits im September 2019 war zu lesen, dass die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region Oben an der Volme beschlossen hatte, für eine neue Veranstaltung in Schalksmühle eine Förderung bei der Bezirksregierung zu beantragen. Es lag ein fertiges Konzept für einen kulinarischen Eventmarkt vor. Doch die Pläne wurden bislang nicht weiter verfolgt. Wie viele Vorhaben wurde auch der Eventmarkt bereits vor seiner Premiere durch die Corona-Pandemie gestoppt. Wie Bürgermeister Jörg Schönenberg erklärte, habe man aufgrund der Krise die Bemühungen in dieser Sache zurückgestellt. „Wir hoffen, dass wir in 2022 einen neuen Anlauf unternehmen können.“

Angebot verschiedener Aktionen und regionaler Produkte

Eine Umsetzung des Vorhabens in diesem Jahr hält der Verwaltungschef für „nicht wahrscheinlich“. Geplant war ein Angebot aus marktüblichen, möglichst regionalen Produkten sowie Speisen und Getränken bei wechselnden Aktionen und einem Rahmenprogramm. Dazu waren vier Termine ab Mitte 2020 für den sogenannten Feierabendmarkt vorgesehen. Die Märkte sollten vorzugsweise an einem Freitag zwischen 16 und 21 Uhr stattfinden. Das Feierabendmarkt-Konzept eröffne auch den Berufstätigen die Möglichkeit, dieses neue Angebot anzunehmen, hieß es. Als Ort waren der Schnurrenplatz oder der Rathausplatz, der durch Sperrung der Bahnhofstraße oder Ausweitung in den Mehrgenerationenpark vergrößert werden kann, ins Auge gefasst worden.

Die Initiatoren hatten vor, sich zwei Jahre mit dem Thema zu beschäftigen und auch nach Ablauf einer möglichen Förderung das Konzept weiterzuführen. Die Förderung in Höhe von rund 31 200 Euro sollte als Anschubfinanzierung für die professionelle Gestaltung von vier Märkten genutzt werden.

Ersatz für den fehlenden Wochenmarkt

Hintergrund der Überlegung war, dass es bereits seit 2014 keinen Wochenmarkt mehr in der Gemeinde gibt. Die Ursache dafür habe in der zu geringen Frequenz aufgrund eines zu geringen Angebotes sowie in der Konkurrenz zu größeren Märkten im Umkreis gelegen, so das damalige Fazit der Planer. Einen klassischen Wochenmarkt wieder aufleben zu lassen, mache keinen Sinn, wie Gespräche mit Markthändlern ergeben hätten.

Die einzige Lösung sahen die Antragsteller in einem „neuartigen, zeitgemäßen und außergewöhnlichen Marktkonzept“. Dieses sollte viele Menschen aus Schalksmühle und Umgebung regelmäßig ins Zentrum locken und so Kaufkraft in den Ort holen. Zudem sollen die Bereiche Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie gestärkt und auch der Tourismus angekurbelt werden.

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