Digitaler Unterricht

Schulstart am Montag, aber auf Distanz - so ist der Plan

Schule in Corona-Zeiten kommt nicht bei allen im MK gut an
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Schule in Corona-Zeiten kommt nicht bei allen im MK gut an.

Am Montag beginnt die Schule wieder - allerdings auf Distanz. Aufgrund der Verlängerung des Lockdowns müssen Lehrer und Schüler wieder aufs digitale Lernen setzen.

Schalksmühle - Das Thema Digitalisierung stand in Schalksmühle bereits vor der Corona-Pandemie weit oben auf der Liste der Verantwortlichen. Investitionen in digitale Infrastruktur wurden getätigt und Fördermittel beantragt. So stehen die Einrichtungen zumindest technisch teilweise schon auf einem soliden Fundament, um die Herausforderungen durch den verlängerten Unterricht auf Distanz angehen zu können.

Die neuen Verordnungen bedeuten für die Schulen dennoch mehr Arbeit. „Es gibt viel zu organisieren“, sagt Ralf Gensmann, Leiter der Grundschule Spormecke. Vor allem muss er nun bis kommende Woche viele Fragen beantwortet wissen, unter anderem wie viele Eltern schon auf der neuen Lernplattform anmeldet sind und wo noch keine Endgeräte zur Verfügung stehen.

Laptops und Tablets angeschafft

Über Soforthilfeprogramme hat die Gemeinde Laptops und Tablets angeschafft, die nun nach und nach an die Lehrer und bedürftigen Schüler verteilt werden, erklärt Nektarios Stefanidis, zuständiger Sachgebietsleiter im Schalksmühler Rathaus. Die Geräte seien schon eingetroffen und wurden bereits vor Weihnachten an die Lehrer der Primusschule übergeben. „Jetzt fehlen noch die Schüler der Primusschule sowie die Schüler und die Lehrer der Grundschule. Wir warten auf die Rücksendung der Leihverträge, dann wird eine zügige Ausgabe erfolgen.“

„Alles muss in Schwung kommen“, sagt Gensmann weiter. In einer Video-Konferenz wurde am Donnerstag mit den Lehrern die Abholung der neuen Arbeitsmaterialien abgestimmt. Dabei ging es vor allem um die Abholzeiten, da ein Ansturm der Eltern auf die Schule zu verhindern ist.

Ganz digital geht es nicht

Man komme um das Analoge auch nicht herum. Und damit steige die Belastung für alle Beteiligten weiter. So müssten auch die Arbeitsblätter, die vor den Ferien verteilt wurden, kontrolliert werden. Zudem müssten noch Zeugnisse geschrieben werden. „Alltag gibt es ja gar nicht mehr. Wir reagieren auf das, was beschlossen wird.“

Verärgert ist Gensmann darüber, dass man erneut nichts Offizielles in den Händen halte. „Ich habe zum Beispiel noch keine aktuellen Formulare zur Beantragung der Notbetreuung.“

Der Schulleiter verzichtet auf Tests oder Klassenarbeiten. Damit werden die Lehrer und Schüler entlastet. „Aber langfristig geht das nicht. Es müssen auch Noten geschrieben werden.“ Es gebe aber beim Distanzunterricht Möglichkeiten, Leistungen abzufragen, wie durch Referate im Video-Chat.

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