Corona: Guter Start im Testzentrum

Testzentrum Schalksmühle Mischnick
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Das Ergebnis steht nach 15 Minuten fest: Katrin Nockemann besuchte bereits am ersten Tag das neue Testzentrum an der Bahnhofstraße. Mit einem Wangenabstrich führte Mitarbeiterin Claudia Wiedenhorn den Virentest durch.

Die ersten Tage sind überstanden, das Testzentrum im Ortskern hatte einen guten Start. Jeder Bürger kann sich dort einmal die Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen.

Schalksmühle – „Wir haben um 10 Uhr geöffnet, bis mittags waren bereits 45 Leute da. Das ist schon eine ganz ordentliche Zahl“, fasst Steffen Mischnick die ersten beiden Stunden nach der Öffnung des neuen Corona-Testzentrums am Montag zusammen. Durch Terminvergaben sei er auf das rege Interesse bereits vorbereitet gewesen, verweist Mischnick auf die Internetseite www.sanitätshaus-mischnick.de, auf der sich die Testwilligen im Vorfeld anmelden können.

„Eine Handvoll Leute haben sich auch spontan noch gemeldet und sind ohne Termin vorbeigekommen“, hebt er auch die Möglichkeit hervor, sich direkt vor Ort im ehemaligen Schlecker-Markt an der Bahnhofstraße zu melden. „Wenn wir dann gerade Zeit haben, schicken wir natürlich niemanden weg, ansonsten vergeben wir direkt den nächsten freien Termin.“ In Kürze soll auch die Anmeldung per Telefon möglich sein.

Mehr als 100 Voranmeldungen am ersten Tag

Rund 100 Voranmeldungen sind für diese Woche bereits fest gebucht. Dabei gibt es laut Steffen Mischnick, der die Einrichtung zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder betreibt, keine hervorstechende Altersgruppe. „Das ist ganz gemischt. Wir hatten zwei Brüder hier, die etwa Anfang 20 sind, und auch einen Herren, der schon über 80 Jahre alt ist. Die meisten sind eher im erwerbstätigen Alter.“

Wer den Weg zum Testzentrum scheut, weil das Einführen eines Wattestäbchens in die Nase keine angenehme Vorstellung ist, kann ganz beruhigt sein: „Wir haben auch einen Wangenabstrichtest, bei dem einfach mit einem überdimensionierten Q-Tipp ein Abstrich von der Wange genommen wird.“

Viele Tests sind negativ

So positiv das Testzentrum bei den Schalksmühlern angenommen wird, so negativ fielen die Tests bisher aus. Bis jetzt konnte noch kein Coronavirus nachgewiesen werden. Das liegt mit daran, dass ausschließlich asymptomatische Testungen durchgeführt werden. „Wenn Menschen Husten, Schnupfen, Fieber oder Ähnliches haben, dann müssen die sich bei ihrem Hausarzt melden“, gibt Steffen Mischnick zu beachten.

Zwei separate Teststraßen führen durch das Zentrum, die in einem Wartebereich münden, in dem bis zu zwölf Personen Platz finden. „Pro Stunde können wir so maximal 50 Personen testen“, rechnet der Betreiber vor. Der Test an sich nimmt lediglich zwei Minuten Zeit in Anspruch, weitere 15 Minuten verbringen die Getesteten mit dem Warten auf das Ergebnis.

Während das Angebot für die Besucher reibungslos und professionell über die Bühne geht, bemüht sich Steffen Mischnick mit seinem Team hinter den Kulissen alle bürokratischen und technischen Abläufe fehlerlos umzusetzen.

Viel Bürokratie im Hintergrund

„Das ist ja nicht nur der Test, sondern noch ganz viel drumherum“, gibt er zu bedenken. Dabei müsse viel organisiert und beachtet werden. „Es gibt extra eine Corona-Teststrukturverordnung. Die regelt genau, was wir alles erfüllen müssen. Auf fünf A4-Seiten steht genau, was wie gemacht werden muss. Von der Qualifizierung der Mitarbeiter über die Abläufe und das Tragen und Wechseln der richtigen Schutzausrüstung bis hin zu den Öffnungszeiten.“ Zwei Wochen wurde auf Hochtouren gearbeitet, um alle Vorgaben entsprechend umsetzen zu können.

Ein Vorteil der Testzentrum-Betreiber liegt darin, dass „wir bei uns im Pflegeheim ja schon seit etwa einem halben Jahr testen und uns mit der Thematik bereits auskennen. Es fehlte nur noch der eine oder andere Spritzer Öl im Getriebe, damit alles reibungslos verlief. Dabei ging es aber nur noch um die internen Abläufe. Für die Besucher verlief alles problemlos“.

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