Corona gefährdet Kreisverkehr auf Heedfelder Straße

Auf den Kreisverkehr an der Heedfelder Straße warten die Anwohner schon länger. Corona könnte das Warten noch verlängern.
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Auf den Kreisverkehr an der Heedfelder Straße warten die Anwohner schon länger. Corona könnte das Warten noch verlängern.

Corona lässt vieles in Stocken geraten. Auch das Projekt um den Kreisverkehr an der Heedfelderstraße. Ein Zwischenbericht, der mit Gerüchten aufräumt.

Schalksmühle – Seit vielen Jahren warten die Heedfelder darauf, dass an der Kreuzung Heedfelder Straße und Sterbecker Straße (L 561) ein Kreisverkehr gebaut wird. Immer wieder wird darüber spekuliert, ob und wann das Vorhaben in Fahrt kommt. Teilweise kursierten in den sozialen Netzwerken wilde Gerüchte, bei denen die Gemeindeverwaltung auf die Bremse treten musste.

So auch im vergangenen Jahr. Aber damals wie heute können die Verantwortlichen im Rathaus keine konkreten Details aus dem Ortskern ins Höhengebiet vermelden. Gerade die Corona-Pandemie lasse, wie viele andere Dinge, auch dieses Vorhaben ins Stocken geraten, erklärt Bürgermeister Jörg Schönenberg auf Anfrage unserer Zeitung.

Was ist geplant?
Straßen.NRW übernimmt die Kosten in Höhe eines sechsstelligen Euro-Betrags für den Kreisverkehr. Dieser steckt aber noch im Planverfahren. Immer wieder schickt der Landesbetrieb Vermessungstechniker nach Heedfeld, um weitere Erhebungen vorzunehmen. Dies sei ein übliches Verfahren, hieß es bereits in der Vergangenheit vonseiten der Verwaltung.
Was ist bisher geschehen?
Der Regionalrat Arnsberg setzte im Dezember 2017 das Vorhaben in seiner sogenannten Prioritätenliste – eine Gewichtung einzelner Bauvorhaben erfolgt hier anhand bestimmter Punkte – auf Platz acht. Schwerpunkte wie Schulwegsicherung oder mögliche Bedarfsumleitungstrecken einer Autobahn sind dabei entscheidende Kriterien. Wann der Kreisverkehr kommt, hängt von dem kommunalen Gremium, das über Aufgaben in der Regionalentwicklung entscheidet, ab. Zudem spielen Verkaufsverhandlungen für ein betroffenes Grundstück und der Landesbetrieb eine gewichtige Rolle.
Wie geht’s jetzt weiter?
Vor den Kommunalwahlen gab es laut Bürgermeister Jörg Schönenberg einen Behördentermin vor Ort. An die große Glocke wollte man diese Begehung allerdings nicht hängen, da der Kreisverkehr kein Wahlkampf-Thema werden sollte. „Es soll auf einer sachlichen Ebene diskutiert werden.“ Eine vernünftige Erfassung habe Vorrang. Ohne eine gute Grundplanung, in der auch Grundstücksfragen geklärt werden müssen, bringe auch die beste Priorisierung nichts. „Die Planung befindet sich in einem Vorentwurfsstadium. Es geht nur Schritt für Schritt“, erklärt der Verwaltungschef. „Wir bleiben am Ball, müssen aber die Entwicklung abwarten. Die Gemeinde ist nicht Herr des Verfahrens. Straßen.NRW führt das Planverfahren in Eigenregie durch. Dabei sind diese Aktivitäten ein gutes Zeichen, dass die Sache weiter verfolgt wird.“ In den kommenden Monaten soll es laut Jörg Schönenberg ein weiteres Treffen des Regionalrates geben. Dort hoffe man, dass das Schalksmühler Anliegen neu bewertet werde und in der Priorisierung einen Sprung nach vorne macht. Mit Blick auf die sich immer weiter zuspitzende pandemische Lage hat der Verwaltungschef aber Bedenken, dass dieser Termin überhaupt stattfindet. Der Corona-Virus könnte dafür sorgen, dass die Heedfelder noch länger auf einen Kreisel an Landesstraße warten müssen.

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