Glörtalsperre

Schlechte Nachrichten vom Glörsee - Jugendherberge schließt lange

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Die Jugendherberge an der Glörtalsperre öffnet erst im kommenden Jahr wieder ihre Türen.

Schalksmühle/Breckerfeld - Schlechte Nachrichten vermelden in diesen Tagen die Betreiber der Jugendherberge an der Glörtalsperre. Die Unterkunft wird wegen der Corona-Krise erst im kommenden Jahr wieder öffnen.

Auf der Internetseite der Jugendherberge ist zu lesen, dass die Türen am Glörsee bis zum 31. Dezember geschlossen bleiben. Auf Anfrage unserer Zeitung versucht Maike Braun, Pressesprecherin des Deutschen Jugendherbergswerk (Landesverband Westfalen-Lippe) in einer ersten Stellungnahme die Situation aufzuklären. „Die wichtigste Botschaft vorweg: Es handelt sich ausdrücklich um eine temporäre Schließung des Hauses. Die Buchungen für 2021 sehen bisher sehr gut aus und wir gehen derzeit fest davon aus, im nächsten Jahr wieder durchzustarten.“ 

Fast 80 Prozent weniger Belegung im Unterkunft 

Hintergrund der vorübergehenden Schließung sei, dass man generell dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie kaum Gruppen- und Schulklassenaufenthalte verzeichne, die an manchen Standorten mehr als 80 Prozent der Belegung ausmachen. Eine Öffnung der Herberge an der Glör sei somit wirtschaftlich nicht darstellbar. Ursprünglich hatte man damit gerechnet, Mitte August wieder öffnen zu können. Am 17. März ist die Herberge wie alle anderen 29 Häuser in Westfalen-Lippe wegen des Coronavirus geschlossen worden. Am 29. Mai konnten 16 Einrichtungen ihre Türen wieder öffnen, nur nicht die an der Glörtalsperre in Schalksmühle/Breckerfeld. 

Das Haus am Glörsee schrieb vor der Corona-Krise schwarze Zahlen.

Ein umfangreiches Hygienekonzept, eine angepasste Belegung und neue Programm-Angebote konnte das Haus nicht erfüllen. Es war nicht möglich, dem Kontaktverbot und den Abstandsregeln gerecht zu werden sowie lediglich Familien, Einzelreisende oder befreundete Paare aus zwei Familien beziehungsweise Freundeskreise aus zwei Familien eine Unterkunft zu bieten.

Haus in Schalksmühle/Breckerfeld konnte hohe Auflagen nicht erfüllen

Gerade für das Haus an der Glörtalsperre ist die Schließung ein weiterer Schlag ins Gesicht. Die Buchungszahlen zeigten 2019 einen Aufschwung. Während es in 2018 – damals herrschte Niedrigwasser in der Glör – 8467 Übernachtungen und 4021 Gäste gab, stieg im vergangenen Jahr die Belegung um 18 Prozent an – 9962 Übernachtungen und 4811 Gäste. Damit belegte die Herberge hinter Burg Altena, Biggesee, Burg Bilstein und Brilon den fünften Platz in der Top Ten der Häuser im Sauerland.

Infos

Informationen Infos zu den Öffnungszeiten weiterer Jugendherbergen zwischen Nordsee und Sauerland sowie den aktuellen Rahmenbedingungen eines Aufenthalts gibt es unter nordsee-sauerland.jugendherberge.de/reiseinfo.

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