Große Vorfreude des Projektchors auf Christvesper

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Kirchenmusikerin Marlies Plaßmann leitet den Projektchor, der an Heiligabend in der Erlöserkirche singt.

Schalksmühle - „Das macht für mich weihnachtliche Stimmung aus.“ Im Projektchor mitzusingen, der an Heiligabend um 17 Uhr die Christvesper in der Erlöserkirche musikalisch mitgestaltet, ist für Presbyterin Manuela Koch eine Herzensangelegenheit.

An dem projektgebundenen Chor, den Kirchenmusikerin Marlies Plaßmann alljährlich zu besonderen Anlässen wie den hohen christlichen Feiertagen oder Jubelkonfirmationen zusammentrommelt, schätzt Koch die Einmaligkeit und das sich rasch einstellende Gemeinschaftsgefühl.

„Das ist für mich Vorbereitung auf den Advent“, räumt sie ein. Regelmäßig einen Chor zu besuchen, fehlt ihr die Zeit. 20 Sänger konnte Marlies Plaßmann in diesem Jahr für die musikalische Umrahmung der Christvesper am 24. Dezember gewinnen. Geprobt wird im Gemeindehaus der Erlöserkirche.

„Wir fangen immer sechs Wochen vorher an“, erklärt die Chorleiterin. Aktive Sänger, die im Chor ihrem Hobby frönen, aber auch Sangesfreudige wie Manuela Koch, die sich zeitlich begrenzt durch das Singen auf Weihnachten einstimmen, gehören der temporären Chorgemeinschaft an. Nicht nur Schalksmühler, auch Sänger aus der näheren Umgebung sind dabei.

Eine von ihnen ist Carolina Schwabbauer aus Lüdenscheid, die ansonsten im Dortmunder Bachchor, im Mottetenchor der Johanneskirche Iserlohn und in Hagen am „Philharmonischen Chorhagen“ mitsingt. „Die Chorleiterin ist sehr sympathisch“, sagt die Bergstädterin. „Sie macht das sehr professionell, aber trotzdem locker.“ Erstmalig ist die Lüdenscheiderin dem Projektchor mit ihrer geübten Stimme eine wertvolle Stütze. Der Halveraner Ralph Huppertz, der ansonsten musikalisch in der Kantorei Halver zu Hause ist, verstärkt unterdessen die Bässe. Mit wenigen anderen Männern, die beim Projektchor mitmachen, unterlegt er die ausgewählten Lieder mit einem tragenden Fundament.

„Weil unsere eigenen Chöre an Weihnachten nicht singen“, sind Gudrun und Kerstin Ebert aus Heedfeld – Mutter und Tochter – in die Projektarbeit eingestiegen. Mit den „eigenen Chören“ sind der Kirchenchor der evangelischen Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld und die Kantorei Halver gemeint. „Das Singen gehört aber zu Weihnachten dazu“, finden die beiden.

Weitere Aktive bringen aus dem Kirchenchor der evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück und dem Gesangverein Dahlerbrück fundierte Musikkenntnisse mit. Dass sie es bei den Proben mit geübten Sängern zu tun hat, erleichtert Marlies Plaßmann die Arbeit sehr. „Ich muss nicht bei Adam und Eva anfangen“, erzählt sie. Tempo, Rhythmik, Phrasierung, saubere Aussprache etc.: Jeder weiß, worum es geht. Vom Keyboard aus nimmt die erfahrene Kirchenmusikerin, die ihren Projektchor auf lockere Art und Weise zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammenschweißt, die einzelnen Stimmen in die Pflicht. Erst wenn die „sitzen“, führt sie die hohen und tiefen Stimmen zu einem wohlklingenden Ganzen zusammen.

Klangschöne Weisen wie „Horch, was Engel uns verkünden“ hat Marlies Plaßmann für die von Pfarrer Dirk Pollmann gehaltene Christvesper in der Erlöserkirche, an der auch der Posaunenchor des CVJM Schalksmühle unter Leitung von Eberhard Rachui mitwirkt, ausgewählt. Mehrstimmig möchte der Projektchor die Gläubigen am Heiligen Abend mit eigener Weihnachtsfreude anstecken.

Singegottesdienst am 4. Advent

Vorab gibt es am 4. Advent für die gesamte Gemeinde Gelegenheit, ihre Lieblings-Weihnachtslieder zu singen. Aus diesem Grund ist der 10-Uhr-Gottesdienst am 20. Dezember in der Erlöserkirche als Singegottesdienst angelegt.

„Es liegen Listen mit ganz vielen Liedern aus, auf denen jeder seine drei liebsten Lieder ankreuzen kann“, so Marlies Plaßmann. „Auf diese Weise kann die Gemeinde selbst entscheiden, was sie singen will.“ Im Gemeindebüro oder direkt bei Marlies Plassmann, Tel. 0 23 55 / 25 82, können sich Sangesfreudige mit ihren Liederwünschen melden.

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