Chor „Wunderkinder“: Jubiläum und Abschied

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Viele „Wunderkinder“ aus der insgesamt 25-jährigen Geschichte des Chores feierten am Donnerstag gemeinsam dieses Jubiläum.

Schalksmühle - Mit einem lachenden und einem weinenden Auge feierten „Die Wunderkinder“, am 10. Februar 1989 von Uwe und Enid Lal sowie Katharina Brudereck aus der Taufe gehoben, am Donnerstag in der Kreuzkirche Am Mathagen ihr 25-jähriges Bestehen.

Mit einem lachenden Auge, weil es bei der Feier ein fröhliches Wiedersehen mit vielen ehemaligen Chorkindern gab. Mit einem weinenden Auge, weil Kinderliedermacher Uwe Lal nach 25 Jahren die Auflösung des Chores verkündete.

„Wir mussten mit dem heutigen Tag auch die jetzigen ‚Wunderkinder‘ einstellen“, erklärte er bedauernd. Als Grund dafür führte er längere Schulzeiten der Kinder und rückläufige Mitgliederzahlen an. „Man merkt die Veränderungen in der Schullandschaft“, so Lal. Einzelne Projekte, um den Chor wiederzubeleben, schloss er nicht aus. Diese würden aber nicht mehr im laufenden Jahr starten.

„Wir hoffen, dass sich noch einmal die Gelegenheit ergibt. Das gab’s schon mal, da gab’s die ‚Wunderkinder‘ auch nur zu Weihnachten.“ Mit den aktuellen und zahlreichen früheren „Wunderkindern“ feierten Uwe und Enid Lal – in den vergangenen Jahren bei der Chorarbeit tatkräftig von Barbara und Martin Hamm unterstützt – den runden Geburtstag des Chors und das letzte Zusammentreffen der „Wunderkinder“ auf ungewisse Zeit.

Beim gemeinsamen Singen alter Lieder wie „Echt elefantastisch“ oder „Da ist der Bär los“ und Rückblick auf 25 erlebnisreiche Jahre in Wort und Bild schwelgte der Chor in Erinnerungen. „Wie oft habe ich hier gestanden und euch angekündigt“, erklärte Uwe Lal nach dem Sektempfang für die Ehemaligen und Kaffeetrinken für alle. Dankbarkeit und Wehmut zugleich schwangen in seinen Worten mit. Damals, bei Gründung des Chores, sei er noch Bezirksjugendwart der Evangelischen Kirche gewesen und gerade mit seiner Familie in Schalksmühle angekommen. „Der Chor sollte eine feste Gruppe sein,“ so Lal, der an die erste Probe erinnerte, bei der 50 Kinder zugegen waren. „Der Saal platzte aus allen Nähten.“

Unendlich viel habe der Chor miteinander erlebt. Als Höhepunkte 25-jähriger Chorarbeit hob Uwe Lal den Auftritt eines „Wunderkinder“-Auswahlchors beim Programm „Pro Christ for Kids“ in der Bremer Stadthalle im März 2000 vor etwa 7000 Besuchern hervor. Via Satellit wurde die Aufführung damals live in rund 600 Orte im deutschsprachigen Raum und Frankreich übertragen – unter anderem ins PZ Löh in Schalksmühle. Auch die Mitwirkung der „Wunderkinder“ an seiner CD „Voll cool“ mit Liedern für „Pro Christ for Kids“ und Videoproduktionen mit Musikclips für „Pro Christ“, die Außendrehs in einer historischen Eisenbahn in Norddeutschland beinhaltete, sprach er in diesem Zusammenhang an. Besonders schön sei ferner das Kinder-Zirkus-Projekt mit Liedern rund um den Zirkus und kleinen Zirkusdarbietungen der Kinder gewesen.

Herzlich dankte Pfarrer Torsten Beckmann dem Ehepaar Lal und allen, „die im letzten Vierteljahrhundert in irgendeiner Weise im Chor mitgearbeitet haben“. „Der Chor war eine Bereicherung für das Gemeindeleben und ein tolles Aushängeschild der Kirchengemeinde“, lobte er. „Es ging immer auch um die christliche Botschaft.“

Monika Salzmann

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