Firma Dörken an der Hälverstraße

Großeinsatz der Wehr nach Chemieunfall

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Nach dem Einsatz im Gebäude wurden die Schutzanzüge auf dem Dekontaminationsplatz gereinigt.

Schalksmühle - Großeinsatz für die Freiwillige Feuerwehr Schalksmühle am Mittwoch: Die Löschgruppen Schalksmühle, Dahlerbrück und Hülscheid rückten gegen 13.45 Uhr in voller Stärke zur Firma Dörken an der Hälverstraße aus.

In dem galvanischen Betrieb war es während der Arbeitsabläufe zu einem Zwischenfall und in der Folge zu einer chemischen Reaktion gekommen, bei der gefährliche nitrose Gase freigesetzt wurden.

Als die Wehr am Einsatzort eintraf, hatten die sieben Mitarbeiter, darunter auch vier Personen aus dem betroffenen Bereich, das Gebäude bereits allesamt verlassen. Zwei Mitarbeiter mussten vom Rettungsdienst verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden.

Konzentration durch Löschwasser verdünnt

Die Feuerwehrmänner sperrten das Gelände weiträumig ab und erkundeten ausführlich die Gefahrenlage, bevor ein Trupp, ausgerüstet mit speziellen Chemikalienschutzanzügen, das Gebäude betrat. Im Inneren galt es zunächst die chemische Reaktion zu stoppen, indem die Konzentration der miteinander reagierenden Stoffe durch den Einsatz von Löschwasser extrem verdünnt wurde.

Einsatzleiter Dirk Hauck (in rot) koordinierte die Maßnahmen an der Hälverstraße.

Die dabei entstehende Substanz wurde in einem Behälter aufgefangen und anschließend eine Neutralisierung der Nitrosegase durch Lüftungsmaßnahmen eingeleitet. Die Schutzanzüge durfte der Trupp nur auf dem errichteten Dekontaminationsplatz wieder ablegen.

Nach einer längeren Lüftungszeit ging ein zweiter Trupp in Schutzanzügen, begleitet von einem extra angeforderten Fachberater der Hexion-Werkfeuer aus Iserlohn-Letmathe, in das Gebäude, stellte bei einer Kontrollmessung allerdings keine erhöhte Konzentration des Gefahrstoffs in der Raumluft mehr fest, so dass der Einsatz gegen 18 Uhr beendet werden konnte.

Rund 50 Personen im Einsatz

Mit den Mitgliedern der drei Löschgruppen, Polizei- und Rettungskräften sowie dem Deutschen Roten Kreuz waren rund 50 Personen an einem der größeren Chemieeinsätze der jüngeren Vergangenheit der Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle beteiligt.

Großeinsatz der Wehr nach Chemieunfall an Hälverstraße

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