CDU-Delegation besucht Kaiser

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Burkard Kaiser zeigte Peter Hintze und Dr. Matthias Heider auf einem Luftbild den geplanten Anbau an das Firmengebäude am Ramsloh.

SCHALKSMÜHLE - Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Peter Hintze, besuchte Freitag das Unternehmen Kaiser. Organisiert hatte das Treffen der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider, der zusammen mit Vertretern der Union aus Schalksmühle und Lüdenscheid an dem Termin teilnahm.

Innovativ, beständig, zukunftsorientiert: Das Familienunternehmen Kaiser ist seit mehr als 100 Jahren erfolgreich am Markt tätig. Ein sogenannter „Hidden Champion“ (heimlicher, verborgener Gewinner). „Hier passt der Begriff richtig gut, 80 Prozent der hergestellten Produkte verschwinden hinter der Wand“, scherzte die Besuchergruppe zu Beginn. Was aus seiner Sicht den Erfolg des Unternehmens ausmache, fasste Geschäftsführer Burkard Kaiser zusammen. Die Angestellten und ihre Ideen seien maßgeblich. „Mit den Innovationen behaupten wir uns am Markt.“ Kopiert werde viel, aber immer neue Entwicklungen sorgten für die herausragende Position am Markt. Als Beispiel zeigte Kaiser eine Brandschutz- sowie eine Schallschutzdose. Unter anderem setzt das Unternehmen heute auf Produkte für die energetische Sanierung von Altbauten.

Burkard Kaiser sagte, dass ihm der Standort Schalksmühle sehr wichtig sei. „Hier kleben wir an einer Scholle.“ Anders als etwa vielen Großkonzernen gehe es ihm nicht darum, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlegen, um Kosten zu sparen. Ein klares Bekenntnis sei der rund 7000 Quadratmeter große Anbau. „Das ist wirklich vorbildlich. Solche Geschäftsmänner brauchen wir“, meinte Peter Hintze.

Neben dem Bundespolitiker waren Dr. Matthias Heider, der CDU-Ortsvorsitzende Jörg Weber, die Ratsherren Bernd-Josef Schmitt und Siegfried Gerhardt sowie Susanne Mewes aus Lüdenscheid bei dem Treffen dabei. Sie waren sich in der „vollkommen verfehlten Solidarumlage des Landes“ einig, wie es Burkard Kaiser formulierte. Das Gesetz kostet Schalksmühle nach einer ersten Berechnung des Landes alleine im kommenden Jahr rund 2,2 Millionen Euro, um Pleitestädten unter die Arme zu greifen.

„Dafür werden in großen Städten irgendwelche Tempel gebaut, auf die hier verzichtet wird. Die Lokalpolitik hat immer eine gute Wirtschafts- und Industriepolitik betrieben. Dafür wird Schalksmühle nun bestraft“, sagte Kaiser. Der Geschäftsführer erklärte, dass seiner Meinung nach auch sein Unternehmen davon betroffen sei. Schalksmühle könnte durch die Zahlungen keine Projekte realisieren. Die Infrastruktur verkomme und es sei schwieriger für ihn, Fachkräfte nach Schalksmühle zu bekommen. „Wie soll zum Beispiel ein Baugebiet realisiert werden, wenn das Geld fehlt?“ Und günstiger Wohnraum müsse angeboten werden – dies sei ein gutes Argument, Menschen hierher zu bekommen. Dies sieht Kaiser in Gefahr. Schuld sei die „Gleichmacherei der Sozis“, die die überschuldeten Kommunen nicht rette, Schalksmühle aber schade. Peter Hintze ergänzte: „Das ganze Drama hat in den 60er- und 70er-Jahren begonnen. NRW ging es gut, das Land hat aber viele Fehler gemacht.“

Bei der Führung durch die Produktion und den Versand lobte Dr. Matthias Heider das Unternehmen: „Kaiser setzt sich für die Region ein und investiert hier am Standort. Das ist aller Ehren wert. Daher haben wir dieses Unternehmen für einen Besuch ausgewählt.“ - Von Matthias Clever

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