Captain Futures Treffen mit der Dame in Rot

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Der gelernte Theatermaler Robert Schiborr stellt seine überwiegend großformatigen Bilder noch bis zum 22. September im Schalksmühler Rathaus aus. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Die Werke des Gevelsberger Pop-Art-Künstlers Robert Schiborr können dessen Vorliebe für Andy Warhol kaum verbergen.

Der übergroße, knallbunte Ed-Hardy-Totenschädel trifft auf den Campbells Suppen-Schriftzug, Mickey Maus lächelt fröhlich von der Leinwand und Captain Future, jene unvergessliche Ikone des 70er-Jahre-Zeichentrick, ist ebenfalls aus den Weiten des Alls eingeflogen.

Die überdimensionalen, hohen Wände des Schalksmühler Rathauses sind wie geschaffen für die zum Teil riesigen Gemälde des Gevelsbergers. Der gelernte Theatermaler eröffnete am Donnerstag seine Ausstellung „Fashion Week“ im Rathaus Schalksmühle. „Fashion“, damit ist für Robert Schiborr ausdrücklich nicht nur Kleidung gemeint, obwohl unter anderem auch eine elegant in Rot gekleidete Dame oder ein Abbild der Turnschuhe des Malers wichtige Eckpfeiler der Ausstellung darstellen. Mode, das ist für Schiborr zum Beispiel der stilvolle Oldtimer, der so charakteristisch für das Straßenbild der kubanischen Hauptstadt Havanna ist. Oder typische Produkte der Medienkultur wie Captain Future oder Mickey Mouse, die zu ihrer Zeit aus den Kinderzimmern kaum wegzudenken waren.

Die Idee zur Ausstellung kam Schiborr während einer Reise durch Europa, wo ihn der Kauf von Turnschuhen dazu inspirierte, diese großformatig auf die Leinwand zu bannen. Inzwischen weist jene Fußbekleidung, die der Künstler auch bei der Ausstellungseröffnung trug, deutliche Gebrauchsspuren auf – lediglich auf der Leinwand erstrahlen die Treter noch im ursprünglichen Glanz.

„Schiborrs Bilder spiegeln Emotionen wider und zeigen den Alltag, indem sie Gebrauchsgegenstände in den Mittelpunkt stellen“, erklärte Bürgermeister Jörg Schönenberg in seiner Begrüßung. Der Künstler, der seine Werke in den vergangenen zwölf Jahren unter anderem in Düsseldorf, Bonn, Wuppertal und Frankfurt ausstellte, dankte der Gemeinde Schalksmühle für die Möglichkeit, seine Bilder in den Räumen des Rathauses präsentieren zu dürfen. „Die hohen Wände bieten den großformatigen Gemälden besonders viel Raum und Ausdruckskraft“, betonte Schiborr.

Für die musikalische Untermalung der Ausstellungseröffnung zeichnete Marius Markenstein von der Musikschule Schalksmühle verantwortlich, der auf dem E-Piano Filmmusiken aus „Edward mit den Scherenhänden“ und „Die wunderbare Welt der Amelie“ sowie die Melodie „Farbenspiel des Windes“ aus dem Disney-Streifen „Pocahontas“ interpretierte.

Die Exponate, die alle käuflich erworben werden können, sind noch bis einschließlich Mittwoch, 22. September, während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. ▪ bot

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