Ein Café für den Augenblick

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Das Team des Demenz-Cafés freut sich auf die erste Veranstaltung am 5. März (von links): Marianne Offermann, Hanna Klischat, Edith Adam, Pfarrerin Doris Korte, Hendrik Gräff und Heike Schäfer.

Heedfeld - Den Angehörigen ein wenig Zeit für sich selbst geben und gemeinsam mit Demenz-Erkrankten den Augenblick genießen – das möchten die Veranstalter des ersten Demenz-Cafés, das am Donnerstag, 5. März, im Gemeindehaus Heedfeld stattfindet.

Von Alisa Kannapin

Eingeladen sind dazu vor allem Mitglieder der Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld. Doch auch andere Schalksmühler können das Café besuchen. Wichtig ist jedoch, dass die Teilnehmer im Vorfeld telefonisch über Tel. 01 60 / 98 99 22 97 angemeldet werden.

Nachdem die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Demenz-Cafés erfolgreich eine Weiterbildung zum Umgang mit erkrankten Menschen absolviert haben, soll die Veranstaltung nun jeweils am ersten und dritten Donnerstag im Monat stattfinden. Immer bei den Demenz-Cafés dabei ist eine professionelle Pflegefachkraft.

Die Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld veranstaltet das Demenz-Café Augenblick gemeinsam mit der Diakoniestation Lüdenscheid-Altena und dem Seniorenhaus Muhle. „Beide sind aufgrund der Erfahrungen als Partner wichtig. Die Diakonie übernimmt auch die Verwaltungsarbeit und hat bereits in Altena ein Café für Demenz-Erkrankte etabliert“, wie Pfarrerin Doris Korte erklärt.

Als Name für das Café hätten die Organisatoren den Begriff Augenblick ausgewählt, da der Moment wertgeschätzt werden solle. „Die Senioren leben auch im Augenblick und sollen den Nachmittag genießen“, sagt Hendrik Gräff, Leiter des Seniorenhauses Muhle. Darüber hinaus sei es dem Team auch wichtig, die pflegenden Angehörigen zu entlasten. „Die Angehörigen sollen bewusst gehen und die Senioren hier lassen, um mal etwas Zeit für sich zu haben oder was zu erledigen“, sagt Korte.

Für das erste Demenz-Café haben sich die Organisatoren neben dem Kaffeetrinken auch ein kleines Programm einfallen lassen. „Wir hatten an Ball- und Bewegungsspiele gedacht oder dass die Senioren anhand von bunten Luftballons Farben erkennen sollen“, sagt Marianne Offermann, die gemeinsam mit anderen freiwilligen Helfern auch die Deko für das Café erstellt. Um auf die Bedürfnisse der erkrankten Menschen eingehen zu können, schaffte das Team auch spezielles Geschirr an. Das Mitarbeiter-Team wechselt sich bei den Veranstaltungen ab, am 5. März werden fünf Kräfte vor Ort sein. Für ihre Mitarbeit erhalten die Ehrenamtlichen eine Aufwandsentschädigung.

Das niederschwellige Betreuungsangebot Café Augenblick kostet 30 Euro pro Person. Der Betrag kann später über die Pflegekasse erstattet werden. Wie die Veranstaltung angenommen wird, werde sich in den nächsten Wochen zeigen. „Wir möchten behutsam an die Sache rangehen. Ob die Teilnehmer dann auch zur Gruppe passen, muss man herausfinden“, sagt Hendrik Gräff.

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