Bunter Melodienstrauß beim Herbstkonzert

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„Die Volmetaler“ glänzten unter der Leitung von Graham Child in allen Stimmungslagen und bauten tragfähige Brücken zwischen alter und moderner Musik.

Spormecke -  Mit „Viel Musik und guter Laune zur Kaffeezeit“ bereiteten heimische Sänger und Musiker ihren Zuhörern am Sonntag in der Festhalle Spormecke einen vergnüglichen Nachmittag. Zum 18. Mal hieß es in der voll besetzten Halle: „Musik für frohe Stunden“.

Von Monika Salzmann

Als Ausführende brachten der Gesangverein Dahlerbrück, der Musikverein „Die Volmetaler“ und – erstmals – der Frauenchor Cantabile den Besuchern klangschöne, heiter-beschwingte und gefühlvolle Weisen mit. Für Speisen und Getränke sorgte der Landfrauenverband Schalksmühle-Heedfeld. Torten und Schnittchen, zur Kaffeezeit gereicht, mundeten den Gästen.

Vor herbstlicher Kulisse gaben die Chöre und der Musikverein, allesamt prächtig aufgelegt, beim traditionellen Gemeinschaftskonzert eine flotte Marschrichtung vor. Im Wechsel – am Ende vereint – stimmten sie ein Hoch auf den Gesang und die Blasmusik an.

Mit schönen alten Volksliedern weckte der Gesangverein Dahlerbrück Erinnerungen. Als Vertretung für die erkrankte Chordirektorin Astrid Höller-Hewitt leitete Marlies Plaßmann den gemischten Chor, der vielfältige Beiträge zu kulturellen und geselligen Anlässen leistet, souverän durch die Welt der deutschen Volkslieder. Vom fröhlichen Willkommensgruß „Seid gegrüßt“ zu Text und Musik von Franz-Josef Otten bis zum stimmungsvollen auf Wiedersehen mit „Freunde, noch ein Glas zum Abschied“ reichte die musikalische Gute-Laune-Reise durch die Literatur.

Mit ansteckender Sangesfreude präsentierte der Chor seine Lieder. Wanderlieder wie „Horch, was kommt von draußen rein“ (Satz: Hans-Günter Höller), laut Liederlexikon zunächst im studentischen Milieu verbreitet, und Volkslieder wie „Die Gedanken sind frei“ band der Chor zu einem bunten Melodienstrauß.

In allen Stimmungslagen glänzten „Die Volmetaler“, die unter Leitung von Graham Child tragfähige Brücken zwischen alter und moderner Musik bauten. „Böhmische Welterfolge“, sprich bekannte und beliebte Melodien aus der Feder von Karel Vacek, sinfonische Blasmusik – eigens für Blasorchester geschrieben –, Volksweisen und Filmmusik brachte der Musikverein farbenreich unter einen Hut.

Bei „Pirates of the Caribbean“ (Fluch der Karibik) entzündeten die Musiker ein wahres Feuerwerk. Ein Hauch von Abenteuer lag bei der Filmmusik knisternd in der Luft. Bei der zauberhaften Ballade „Gabriellas Lied“ demonstrierten die Bläser eindrucksvoll, wie gut die Nachwuchsarbeit in ihren Reihen klappt. So humorvoll sich Graham Child als Moderator zeigte, so präzise war er in seinem Dirigat.

Mit seinen Damen hatte Hanno Kreft, bei Cantabile „wie zu Hause“ der einzige Mann unter vielen Frauen, augenzwinkernd seine liebe Not. „Hat einer von den Herren ein Freistoßspray?“, meinte er verschmitzt. Nach lustig inszenierter „Aufstellung“ klappte mehrstimmiges, ausdrucksstarkes Singen perfekt.

Schweden, Bolivien, Israel und mehr: Sichtlich fühlte sich der große Frauenchor, der Mozart ein gesungenes „Alphabet“ zugedachte, auf internationalem Parkett wohl. Vom stimmungsvollen Loblied auf die Heimat in „Mein Värmeland“ bis zum Friedenswunsch „Hevenu shalom alejchem“ reichte der illustre Streifzug durch das breite, abwechslungsreiche Chorrepertoire.

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