Bundestagswahl: Wer will, kann jetzt schon wählen

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Schalksmühle - In gut einem Monat, am Sonntag, 24. September, sind bundesweit rund 61,5 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, den 19. Deutschen Bundestag zu wählen. Darunter sind auch rund 8270 Schalksmühler.

Was schon jetzt zu beachten ist, erklärt Sabrina Knappe von der Gemeindeverwaltung Schalksmühle.

Wer kann überhaupt wählen? Wählen können volljährige Deutsche, die seit mindestens drei Monaten in der Bundesrepublik Deutschland eine Wohnung innehaben oder sich sonst gewöhnlich aufhalten und in das Wählerverzeichnis einer Gemeinde eingetragen sind. Alle Wahlberechtigten werden von Amts wegen in das Wählerverzeichnis der Kommune eingetragen, in der sie am 13. August 2017 (Stichtag) mit der Hauptwohnung gemeldet waren. 

Wie erfahren Wahlberechtigte, dass sie im Wählerverzeichnis stehen? Jedem Wahlberechtigten in Schalksmühle wird ab Anfang nächster Woche eine Wahlbenachrichtigung zugeschickt, auf der das Wahllokal eingetragen ist, in dem die Wahlberechtigten am 24. September wählen können. Insgesamt gibt es in der Volmegemeinde zehn Wahllokale und damit auch -bezirke (Westfälischer Hof, Jugendzentrum Wansbeckplatz, Rathaus, Feuerwehrgerätehaus Dahlerbrück, Kita Dahlerbrück, Grundschule Spormecke, Gemeindehaus Heedfeld, Feuerwehrgerätehaus Winkeln und zwei Wahllokale in der Primusschule).

Wie kann es sein, dass jemand wahlberechtigt ist, aber keine Benachrichtigung erhält? Manchmal können Mitteilungen von der Post nicht zugestellt werden, da die betreffenden Wahlberechtigten offenbar vergessen haben, ihren Wohnungswechsel beim Einwohnerbüro zu melden. Wer in den nächsten Wochen keine Wahlbenachrichtigung erhält und glaubt, wahlberechtigt zu sein, kann sich beim Wahlamt der Gemeinde über sein Wahlrecht informieren. J 

Wie kann man wählen, wenn man am 24. September verhindert ist, weil man zum Beispiel im Urlaub am Strand liegt? Auch für die Bundestagswahl besteht wieder die Möglichkeit der Briefwahl. Die Ausgabe der Briefwahlunterlagen ist bereits möglich. 

Wie kann man Briefwahl beantragen? Wahlberechtigten bieten sich drei Optionen: Online über die Homepage der Gemeinde (www.schalksmuehle.de); schriftlich durch Ausfüllen des Briefwahlantrags auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung, die anschließend zurück an die Gemeinde geschickt werden muss; persönlich durch Vorlage des Personalausweises im Bürgerbüro im Rathaus. Eine telefonische Beantragung ist nicht möglich. 

Muss man den Antrag persönlich stellen? Nein, das können auch Vertrauenspersonen erledigen. Wer den Antrag für einen anderen stellt, muss aber durch Vorlage einer schriftlichen Vollmacht nachweisen, dass er dazu berechtigt ist. 

Bis wann kann man Briefwahl beantragen? Der Antrag muss über den Postweg oder persönlich bis Freitag, 22. September, 18 Uhr, im Rathaus vorliegen. Online ist eine Antragsstellung bis Freitag, 22. September, 11 Uhr, möglich.

Woraus bestehen eigentlich die Briefwahlunterlagen? Wer Briefwahlunterlagen beantragt hat, erhält einen Stimmzettel, einen roten und einen blauen Umschlag. Der Briefwähler steckt dann seinen ausgefüllten Stimmzettel in den blauen Umschlag und verschließt diesen. 

Wo muss man den Wahlbrief abgeben? Der verschlossene blaue Umschlag und der gesondert unterschriebene Wahlschein kommen in den roten Wahlbriefumschlag. Der wird von der Deutschen Post unentgeltlich befördert und muss deshalb nicht frankiert werden. Er kann auch persönlich und direkt im Rathaus abgegeben werden. Allerdings muss der Wahlbrief spätestens am Wahltag bis 18 Uhr bei der Gemeindeverwaltung im Rathaus vorliegen. 

Wann werden die Briefwahlstimmen ausgezählt? Da das Wahlgeheimnis zum Tragen kommt, zählen die Briefwahlvorstände die Stimmen genau wie ihre Kollegen in den Wahllokalen am Abend des 24. September aus. 

Wird die Möglichkeit zur Briefwahl gut angenommen? Eigentlich stimmen von Wahl zu Wahl mehr Schalksmühler per Brief ab. Bei der NRW-Landtagswahl im Mai dieses Jahres gaben 2251 Wahlberechtigte ihre Stimme bereits im Vorfeld per Brief ab.

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