Gegenkandidat nicht in Sicht

Jörg Schönenberg

SCHALKSMÜHLE - Ein Gegenkandidat zu Jörg Schönenberg ist derzeit noch nicht in Sicht. Vor rund einer Woche hatte das Gemeindeoberhaupt beschlossen, dass die Bürgermeisterwahl vorgezogen wird und gemeinsam mit der Kommunalwahl im Mai 2014 stattfindet. Die Parteien diskutieren nun über Alternativen zu dem Parteilosen.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Jürgen Ebert sagte, dass derzeit von Seiten der Liberalen keine Pläne beständen, einen Kandidaten ins Rennen zu schicken. „Eine Kandidatenvielfalt ist gut für die Demokratie“, sagte Ebert. Dies sei eine prinzipielle Feststellung und keine Diskreditierung des jetzigen Bürgermeisters, sondern eine Grundhaltung. Allerdings brauche die Volmegemeinde keine Kandidaten wie Stephan Haase. Der NPD-Politiker kandidierte 2006 bei der . Der Rechte war der einzige Gegenkandidat zu Schönenberg.

Jürgen Ebert erklärte, dass das Amt des Bürgermeisters seiner Meinung nach – ähnlich wie das eines Schulleiters – immer unattraktiver werde. Immer mehr Verantwortung für verhältnismäßig wenig Geld sei eines der Probleme.

Andererseits gestalte der Bürgermeister weniger als früher. Darüber hinaus stelle sich für mögliche Kandidaten auch die Frage, wie es beruflich nach der Bürgermeisterzeit weitergehe.

Eine Frage, die sich auch Bernd Müller stellt. Der Vorsitzende der UWG äußerte sich: „Wenn ich als Selbstständiger antrete und gewählt werde, wie geht es dann mit meinem Unternehmen weiter? Und was passiert nach ein paar Jahren im Amt?“ Allerdings habe eine Kandidatur „natürlich einen gewissen Reiz“. Ob und wenn ja wen die Unabhängigen zur Wahl stellen, ließ sowohl Müller als auch der Fraktionsvorsitzende Klaus Nelius offen. „Wir werden dazu noch eingehend beraten“, sagte Nelius. In den kommenden Wochen und Monaten gehe es sowieso darum, sich auf die Kommunalwahl vorzubereiten. Müller: „Wir werden so oder so auch unter einem UWG-Bürgermeister gute Arbeit für Schalksmühle leisten.“

Ob die CDU einen eigenen Kandidaten aufstellt, lässt sich der Fraktionsvorsitzende Michael Schwalm zurzeit noch offen. „Wir haben das noch nicht entschieden. In der kommenden Woche werden wir uns zusammensetzen und beraten.“ Klar sei für die Union aber, dass sie nur einen Kandidaten ins Rennen schicken, der es auch wirklich werden will und der Chancen hat. Schwalm: „Einen Alibi-Kandidaten wird es von uns nicht geben.“

„Wir wissen noch nicht, ob es einen SPD-Kandidaten geben wird“, äußerte sich Lutz Schäfer im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten betonte, dass die SPD keine voreilige Entscheidung treffen werde. Es gehe darum, die Optionen in Ruhe durchzuspielen. Schäfer: „Zum Januar hin werden wir uns melden.“ 

Von Matthias Clever

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