Erotik-Club eröffnet in Kuhlenhagen

Im ehemaligen Restaurant Steinbeisser eröffnet in der kommenden Woche ein Erotik-Club.

SCHALKSMÜHLE ▪ Im ehemaligen Restaurant Steinbeisser in Kuhlenhagen eröffnet am nächsten Samstag ein Erotik-Treff und Begleitservice. Die Eigentümergemeinschaft verkaufte das Gebäude am Donnerstag. Die neue Inhaberin hat bereits eine „Gaststättenkonzession mit einer gewerblichen Zimmervermietung“ genehmigt bekommen.

Das ehemalige Sterne-Restaurant ist neu hergerichtet, allerdings anders, als viele bei den genannten Begrifflichkeiten erwarten. Weder Rotlicht noch Tabledancestangen, an denen sich halbnackte Frauen lasziv räkeln können, sind installiert. Wie im Steinbeisser stehen im Speisesaal Tische und Stühle. „Hier kommt ein kaltes Buffet für die Eröffnung hin – später will ich hier einen gemütlichen Bereich mit einem Sofa einrichten“, sagt Mariana Simion. Die 28-Jährige ist neue Inhaberin der Immobilie in Kuhlenhagen. Doch Essen steht nach der Eröffnung des „Golden House“ nicht mehr auf der Speisekarte. Stattdessen gibt es Getränke als Vorspeise und auf den Zimmern einen etwas anderen Hauptgang. „Ich will hier keinen billigen Puff und auch keinen Nachtclub aufmachen. Hier soll ein seriöser, feiner und exklusiver Erotik-Treff entstehen“, meint Simion. Daher habe sie sich für das Objekt in Kuhlenhagen entschieden. Die alte Villa sei sehr schön und aufgrund der Abgelegenheit hoffe sie, niemanden zu stören. Durch die Öffnungszeiten von 10 bis 5 Uhr morgens will sie – nach eigenen Aussagen – weg von den Klischees eines Nachtclubs. Simion ist Betreiberin des „Golden House“, die Frauen seien nicht angestellt, sondern arbeiteten selbstständig und mieteten die Zimmer tageweise an. „Ich sehe die Arbeit der Frauen als einen ganz normalen Job an.“

„Begeistert“, sagt Bürgermeister Jörg Schönenberg, „bin ich von dieser Entwicklung nicht. Aber wir als Gemeinde konnten es rechtlich nicht verhindern.“ Das Ordnungsamt könne nur nach Recht und Gesetz arbeiten – und die Kriterien seien alle eingehalten worden. Daher hätte die neue Besitzerin einen Rechtsanspruch darauf, ein solches Etablissement in Kuhlenhagen zu eröffnen.

Ob und welche Auswirkungen dies auf die aktuellen Überlegungen in Sachen Kunstrasenplatz hat, wollte Schönenberg nicht sagen. „Dazu will und kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen.“ Klar sei aber, dass er es als Bürgermeister lieber gesehen hätte, wenn sich in Kuhlenhagen direkt neben dem Sportplatz ein Restaurant mit einer gutbürgerlichen Küche angesiedelt hätte. ▪ Matthias Clever

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare