Bürgerbus: 55 000 Kilometer im Dienst des Ehrenamtes

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Familiär und urgemütlich feierte der Bürgerbusverein Schalksmühle am Freitag im Haus Zum Nöckel seinen Jahresabschluss.

Schalksmühle - Familiär und urgemütlich feierte der Bürgerbusverein Schalksmühle am Freitag im Haus Zum Nöckel seinen Jahresabschluss.

Allen Fahrern, „die das Herz des Vereins sind“, dem Vorstand – voran Fahrdienstleiter Karl-Friedrich Junker und Geschäftsführer Georg Pütz – sowie Ehepartnern und Sponsoren dankte Harry Haböck (langjähriger 1. Vorsitzender der Bürgerbusfamilie) bei der Weihnachtsfeier für ihr Engagement. 

Ein Gruß galt Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und Bürgermeister Jörg Schönenberg, der selbst zur Riege der Bürgerbusfahrer gehört. Einmal im Monat sitzt er samstags ehrenamtlich am Steuer. „Wenn’s ihn nicht gäbe, müsste man ihn erfinden“, meinte Jörg Schönenberg, der den Fahrern im Namen der Gemeinde für ihren ehrenamtlichen Dienst dankte. 

Zwei Aktive verabschiedet

Speziell den Gedanken des Ehrenamts („Bürger fahren für Bürger“) als Alleinstellungsmerkmal des Vereins hob er in seiner kurzen Ansprache hervor. Den festlichen Rahmen der Feier nahm Harry Haböck zum Anlass, zwei langjährige Fahrer aus der Mitte der Aktiven zu verabschieden. Beide seien Jahrzehnte gefahren, was nicht viele schaffen würden. 

15 Jahre und neun Monate war Lazarka „Lala“ Menz für den Bürgerbusverein im Einsatz. Ihre erste Fahrt absolvierte sie am 5. April 2002 und trat am 28. Dezember ihre letzte Fahrt an. In rund 378 Einsätzen (circa 2268 Stunden) brachte sie ihre Fahrgäste sicher ans Ziel und legte dabei 34 020 Kilometer zurück. 

"Es ist mir schwer gefallen, aufzuhören"

Sichtlich bewegt nahm auch Rainer Klimm, der 25 Jahre und fünf Monate seinen ehrenamtlichen Dienst versah, Urkunde, Anstecknadel und persönliches Präsent entgegen. Vom 13. Juli 1992 bis 7. Dezember 2017 lenkte der Schalksmühler, der früher hauptamtlich bei der Feuerwehr tätig war, den Bürgerbus. Rund 610 Einsätze, 3 660 Stunden und 54 900 Kilometer im Dienst des Ehrenamts kamen auf diese Weise zusammen. „Es ist mir schwer gefallen, aufzuhören“, bekannte der Geehrte. 

Als erste Bürgerbusfahrer erhielten beide eine Anstecknadel. Die Zahlen hatte wie gewohnt Karl-Friedrich Junker exakt zusammengetragen. Als musikalischer Gast nahm Alleinunterhalter Bernd Gimpel die große Bürgerbusfamilie auf eine Reise durch die Weihnachtsliteratur vieler Länder mit. Mit Alphorn ging’s in die Schweiz, mit Akkordeon und Fellmütze ins winterliche Russland.

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