Bürger wünschen sich größere Sperrmüll-Palette

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Udo Kloss (rechts) präsentierte die Umfrageergebnisse.

SCHALKSMÜHLE ▪ Udo Kloss von der SPD Schalksmühle kann zufrieden sein. Der von ihm auf die Internetseite des Ortsvereins gestellte Fragebogen zum Thema Abfallbeseitigung in der Gemeinde wurde von rund 100 Bürgern ausgefüllt – eine ordentliche Resonanz.

Im Rahmen eines Bürgergesprächs im „Leierkasten“ (ehemals Westfälischer Hof) stellte die SPD nun das Ergebnis der Befragung vor. Lutz Schäfer, der den Fragenkatalog ausarbeitete, hatte die 19 Fragen umfassende Umfrage in mehrere Kategorien aufgeteilt. Zunächst wurde die Qualität der Abfuhr des normalen Hausmülls hinterfragt, wobei sich im Schnitt über 90 Prozent aller an der Umfrage Beteiligten mit der Abfuhr zufrieden zeigten.

Etwas weniger begeistert waren die Umfrage-Teilnehmer lediglich bezogen auf das ordentliche Zurückstellen der geleerten Behälter. „Einige bemängeln, dass die Tonnen bei Regen oder Schnee offen an die Straße gestellt werden, andere betonen, dass bei Hindernissen an der Straße, zum Beispiel durch parkende Autos, hin und wieder gar nicht geleert wird“, erklärte Saskia Blumenau, die die freien Anmerkungen vorstellte, welche die Umfrageteilnehmer am Ende einer jeden Kategorie formulieren konnten.

Im Bezug auf die Sperrgutabfuhr gab es dann schon ein wenig mehr Kritik. Zwar kreuzten nur 22 Prozent der Teilnehmer an, dass sie mit der Sperrgutabfuhr unzufrieden seien, aber mehr als 50 Prozent formulierten am Ende negative Anmerkungen. „Viele Bürger sind der Ansicht, dass mehr Sperrmüllkategorien mit entsorgt werden sollten“, erklärte Udo Kloss. Unter anderem werde dafür plädiert, dass auch einfache Renovierungsabfälle und Türen als normaler Sperrmüll gelten sollen. In diesem Zusammenhang wurde aus der Versammlung auch angemerkt, dass es besser sei, die Sperrmüllpalette, die von der Müllabfuhr beseitigt wird, zu vergrößern, anstatt in Kauf zu nehmen, dass viele Bürger ihren Müll wild entsorgen.

Bezüglich der Abgaberegelungen für Grünabfälle samstags auf dem Gelände des Bauhofs zeigten sich rund zwei Drittel der Befragten zufrieden. Dabei empfanden viele der Umfrage-Teilnehmer den Aufstieg über eine Treppe zum Container als mühsam und unfallträchtig und sprachen sich zudem für längere Öffnungszeiten aus. Dem Vorschlag, dass neben einem Container für Altglas auch ein Behältnis für Grünabfälle öffentlich aufgestellt werden könnte, stimmte jedoch nur eine Minderheit der Befragten zu.

In Bezug auf die Betreuung der Bürger durch die Gemeinde und den Entsorger spiegele die Umfrage schließlich klar ein Beratungsdefizit wieder, erklärte Kloss. Immerhin 32 Prozent aller Befragten fühlen sich durch die Gemeinde im Bezug auf die Abfallentsorgung schlecht beraten, 52 Prozent wünschen sich eine vom Entsorger zur Verfügung gestellte Info-Hotline. Am Ende des Fragebogens konnten die Teilnehmer schließlich allgemeine Anregungen abgeben. Die Befragten regten unter anderem eine Orientierung am STL in Lüdenscheid sowie eine Kooperation mit den Bergstädtern an. ▪ bot

http://www.spd-schalksmuehle.de

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