Dietmar Dassler: „Bürger intensiv einbeziehen“

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FDP-Ratsherr Dietmar Dassler möchte auch in der neuen Legislaturperiode die Bürger in Prozesse miteinbeziehen.

Schalksmühle - „Ich halte grundsätzlich jede Wahl für spannend“, erklärt Dietmar Dassler mit Blick auf die Kommunal- und Bürgermeisterwahl am 25. Mai. Und so ist für Dietmar Dassler die Wahl des Schalksmühler Bürgermeisters noch längst nicht entschieden, auch wenn er aus seiner Präferenz für Amtsinhaber Jörg Schönenberg keinen Hehl macht.

Eine Erkenntnis hat der 59-jährige Bautechniker, der seit 2009 der FDP-Fraktion im Schalksmühler Rat angehört, in der Vergangenheit gewonnen: „Du kannst dich noch so engagieren und du kannst dich noch so konsequent für deine politischen Ziele einsetzen, aber du kannst nie mit Sicherheit sagen, wie das Feedback bei den Bürgern ist. Und genau deshalb ist eine Wahl für jeden Kandidaten und für jede Partei immer eine brisante Angelegenheit.“

Dass er selbst bei internen „Sondierungsgesprächen“ der Schalksmühler Liberalen als Kandidat für das höchste Amt in der Gemeinde gehandelt wurde, ist kein Geheimnis. Ebenso wenig für sich behalten will Dietmar Dassler aber auch, warum er sich auf das politische Abenteuer nicht eingelassen hat: „Wir sind sicherlich nicht sofort auf den Zug aufgesprungen, den Amtsinhaber zu unterstützen, sondern haben uns die Frage gestellt, wer aus den eigenen Reihen kandidieren könnte. Denn in der FDP gibt es durchaus den einen oder anderen Aspiranten, der das Zeug für diese schwierige Aufgabe hätte“, sagt Dassler.

Aber die persönliche Lebens- und Berufsplanung sehe dann eben völlig anders aus. So auch bei Dassler selbst. „Ohnehin würde mir der Job nicht liegen. Ich versuche immer, Probleme zielorientiert, geradlinig und wenn eben möglich ohne Kompromisse zu lösen. Das Vermittelnde, Diplomatische und Abwägende – Eigenschaften, die ein Bürgermeister zwangsläufig mitbringen muss – sind nicht mein Ding.“

So bleibt das „Ding“ der Schalksmühler FDP wie schon 2006 die Wahlempfehlung zu Gunsten des amtierenden parteilosen Bürgermeisters Jörg Schönenberg. Und auch mit Blick auf den Zustand der Bundesliberalen, der zurzeit alles andere als Euphorie erzeugt, hat es in der FDP-Ortsgruppe keine strategischen Überlegungen gegeben, sich den Kandidaten des beinahe symbiotischen Koalitionspartners CDU wenigstens an der Basis schon mal warm zu halten. Dietmar Dassler: „Wir haben uns schon etwas dabei gedacht, auf die weitere Zusammenarbeit mit Jörg Schönenberg zu setzen. Dabei geht es überhaupt nicht darum, die beiden anderen Kandidaten herabzuwürdigen. Aber auch ich bin der Auffassung, dass Schönenberg der Fähigste ist.“

Er könne ein mittelständiges Unternehmen wie das Rathaus mit einem Jahresetat von 30 Millionen Euro und einer nicht zu unterschätzenden Personalverantwortung managen. Und man müsse auch die Entwicklung anerkennen, die er seit seinem Amtsantritt in dieser nicht immer einfachen Position gemacht habe. „Wie er sich heute rhetorisch präsentiert, wie er in der Öffentlichkeit auftritt und mit welchem Engagement er seinen Job macht – das alles empfinde ich als sehr positiv“, sagt Dassler.

Bürgerbeteiligung im Sinne der FDP

Schwerpunkt der FDP-Fraktionsarbeit wird laut Dassler auch in Zukunft die kommunale Finanzpolitik sein. Seine persönliche Priorität in der politischen Arbeit will er weiterhin im Bereich Bauen und Planen setzen. Vorausgesetzt, so der Kandidat aus Stallhaus in diesem Falle dann doch ganz diplomatisch, das Wahlergebnis ermögliche ihm die Fortsetzung seiner Arbeit im Gemeinderat.

Bei allen Projekten, die nach der Kommunalwahl auf der Agenda stehen, ist für Dietmar Dassler eines aber besonders wichtig: Kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen den FDP-Stempel einer intensiven Bürgerbeteiligung aufzudrücken. „So wie wir es insbesondere bei der Etablierung der Primus-Schule unter Federführung von Jan Schriever bereits getan haben“, erinnert Dassler an die zurückliegende Legislaturperiode. - En

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