"Bühnenmäuse" engagieren sich für Sierra Leone

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Das Ehepaar Robert und Hannelore Zapp sind bei den „Bühnenmäusen“ aktiv und setzen sich damit für die Entwicklungshilfe in Sierra Leone ein.

Schalksmühle - Unter der Überschrift „Entwicklungshilfe – mal anders“ sprachen Hannelore und Robert Zapp vor dem Abendkreis der Frauenhilfe Schalksmühle-Dahlerbrück über das Engagement der „Bühnenmäuse“ für Sierra Leone.

Robert Zapp ist selbst in die Theaterarbeit „hineingerutscht“, wie er erklärte. Als Björn Meyer wegen seiner Ausbildung zum professionellen Schauspieler nicht mehr bei den „Bühnenmäusen“ mitmachen konnte, übernahm der Mitarbeiter des CVJM Schalksmühle die Rolle des „Special Guest“ vom „Verein der unterdrückten Ehemänner“, der inzwischen zu jeder Aufführung der „Bühnenmäuse“ komische Elemente beisteuert.

Auch in der kommenden Theatersaison wird er in dem Stück „Dreimal schwarzer Kater“ wieder mit von der Partie sein. Seine Ehefrau Hannelore ist schon seit langem im Weltdienst-Arbeitskreis des CVJM-Kreisverbandes aktiv, der sich für das Kindergarten- und Schulprojekt Kissy in einem Vorort von Freetown, der Hauptstadt Sierra Leones, stark macht. Beide zusammen gehören dem aus Mitgliedern verschiedener CVJMs bestehenden „Schnittchen-Team“ an, das bei den Aufführungen der „Bühnenmäuse“ die Pausenverpflegung übernimmt.

Allein durch den Verkauf konnte das Team in der letzten Theatersaison rund 8000 Euro erwirtschaften. Robert Zapp gewährte auch Einblicke in die anstrengende Probenarbeit und alle anderen Mühen, die mit über 30 Vorstellungen in jeder Saison verbunden sind. Schließlich erklärte er, warum die Theaterbühne so viele Strapazen auf sich nimmt: Sie stellt alle ihre Einnahmen für das Ausbildungszentrum des CVJM Sierra Leone in Kenema, der drittgrößten Stadt des westafrikanischen Landes, zur Verfügung, in dem junge Afrikaner, die sonst keine Ausbildungsmöglichkeiten hätten, Zukunftsperspektiven erhalten.

Für dieses Projekt haben die „Bühnenmäuse“ in der Saison 2014/2015 die Rekordsumme von 41 000 Euro eingespielt. Zu dem Engagement für das Ausbildungsprojekt in Kenema ist noch die Ebola-Hilfe hinzugekommen, für die das Ensemble in Zusammenarbeit mit dem Weltdienst-Arbeitskreis des CVJM-Kreisverbandes Lüdenscheid innerhalb kurzer Zeit 26 000 Euro zusammentragen konnte.

Hannelore und Robert Zapp machten zudem auf die Benefizgala am 5. Dezember im Lüdenscheider Kulturhaus aufmerksam. Zugunsten der Ebola-Hilfe präsentieren dort nämlich die ehemalige „Bühnenmaus“ Björn Meyer und sein Schauspielerkollege Jasper Diedrichsen die Tragikomödie „KarlMaySelf“, die sich an die Biographie von Karl May anlehnt.

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