Brücke muss neu gebaut werden

Für die Feuerwehr wird's eng - Probleme beim Brückenbau

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2021 soll an der Glörstraße (K10) ein Ersatzneubau der Brücke über die Volme entstehen. Zahlreiche Fragen zu der Maßnahme sind noch offen. Vor allem muss geklärt werden, wie die Löschgruppe Dahlerbrück während der 15 Monate langen Bauzeit zu Einsätzen fahren kann.

Dahlerbrück - Die neue Brücke soll, so ist es der Plan der zuständigen Regionalniederlassung Südwestfalen von Straßen.NRW, in der zweiten Jahreshälfte 2021 umgesetzt werden. Dazu soll es eine Vollsperrung der Kreisstraße geben. 

Aufgrund des frühen Planungsstadiums seien weitere Details, etwa bezüglich Umleitungen, noch unklar, heißt es vonseiten des Landesbetriebs. Für den Fußgänger- und Radverkehr aber sei während der Bauzeit eine Behelfsbrücke geplant. Damit bleibt die Frage, wie die ortsansässige Löschgruppe Dahlerbrück zukünftig ausrücken kann, offen. 

Lange Umwege für die Feuerwehr

Wie viel Platz bleibt im ungünstigsten Fall, um mit den Einsatzfahrzeugen auf die Glörstraße und dann weiter Richtung Breckerfeld zu fahren? Brandruine und Gewässer begrenzen den Raum und die Volmestraße wird nur über lange Umwege erreichbar sein. Denn auch über die Straße In der Lieth kommen die Wehrleute nicht auf die Bundesstraße 54. 

Spätestens an der Unterführung an der Asenbach, hinter der Firma Falkenroth Umformtechnik, ist aufgrund der zu geringen Höhe der Unterführung Schluss. Bleibt also nur die Fahrt über Friedhof- und Viktoriastraße. Damit dürften sich ohne Querungsmöglichkeit auf das andere Volmeufer die Ausrückzeiten der Wehr im Ernstfall deutlich verlängern. Dies bestätigt auch Wehrleiter Dirk Kersenbrock auf Anfrage. 

Doch der Feuerwehrverantwortliche hat bezüglich der Anwohner der Bundesstraße weniger Bedenken. „Es gab noch keine Abstimmungsgespräche mit Straßen.NRW. Es drängt sich aber natürlich auf, dass notfalls alles rechts der Volme von der Löschgruppe Schalksmühle abgearbeitet werden muss. Die Abdeckung ist wegen der relativ kurzen Distanz zum Feuerwehrgerätehaus Volmestraße gewährleistet. Von dort ist man in acht Minuten an der Gemeindegrenze.“ 

Das Problem ist nicht neu

Kritische Bereiche seien für ihn eher die Außenbezirke, die Straße Im Dahl, Ober-Reeswinkel oder auf der anderen Seite des Gewässers Linscheider Berg und Linscheider Straße. Als letzte Alternative müsste man auch über eine Verlegung eines Fahrzeugstandorts nachdenken. Letztendlich bleiben also auch bei der Wehr viele Fragezeichen, solange nicht endgültig geklärt ist, wie und wann gebaut wird und welche Zeiten dadurch kompensiert werden müssen, sagt Dirk Kersenbrock. 

Baubesprechungen müssen noch stattfinden

Wann die entscheidenden Baubesprechungen stattfinden, kann Andreas Berg, Pressesprecher bei Straßen.NRW, nicht sagen. Er schätzt aber, dass sie frühestens zu Beginn des kommenden Jahres sein werden. Grundsätzlich werde in solchen Fällen immer mit allen Beteiligten wie etwa den Kommunen, der Polizei, dem Rettungsdienst, der Feuerwehr und den Verkehrsbetrieben gesprochen, versichert der Sprecher bei Straßen.NRW. „Rettungswege stehen ganz oben auf der Prioritätenliste“, betont Andreas Berg.

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