Unterführung könnte ausgebaut werden

Rölvede: Abriss der Brücke über der A45 wäre möglich

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Ende in Sicht: Die Brücke über der A 45 zwischen Rölvede und Bölling könnte abgerissen werden.

Schalksmühle -Im Bereich Rölvede wird in den kommenden Jahren die A 45 sechsstreifig ausgebaut. Im Zuge der Planungen wird der Landesbetrieb Straßen.NRW auch untersuchen, ob eine der kleinen Brücken über die Autobahn abgerissen werden kann.  

Im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus könnte die Brücke zwischen Rölvede und Bölling, die den Rang einer Gemeindestraße hat und die A45 östlich der Autobahnraststätte Kaltenborn Ost überquert, abgerissen werden, sagt Thomas Schablack von Straßen.NRW. 

„Die Anregung dazu kam aus dem politischen Raum, die wir dann an Straßen.NRW gerichtet haben“, sagt Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Bauverwaltung der Gemeinde Schalksmühle. Der Landesbetrieb werde diese Option im Planfeststellungsverfahren auch berücksichtigen, ehe dann zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal Gespräche zwischen Straßen.NRW und der Gemeinde geführt würden, sagt Emmerichs. 

Unterführung könnte ausgebaut werden 

Als Ersatz für die in diesem Fall wegfallende Brückenverbindung zwischen Rölvede und Bölling könnte gleichzeitig die Unterführung unter der A 45, die wenige hundert Meter entfernt von Rölvede aus nach Rosenhagen führt, ausgebaut werden, erläutert Schablack vom Landesbetrieb Straßen.NRW. Momentan ist diese Verbindung noch ein Wirtschaftsweg. „Man könnte den Wirtschaftsweg aufweiten und auf der östlichen Seite den Weg neu bauen, der dann zur Straße geht, die parallel zur Autobahn verläuft.“

Bis es zu einer Umsetzung käme, würden allerdings noch mehrere Jahre vergehen. „Wir fangen im nächsten Monat mit der Planung zum sechsstreifigen Ausbau der A 45 an und rechnen mit einer Zeit von zwei Jahren“, erläutert Thomas Schablack. Die Planungen für die Gesamtmaßnahme müssen erst durch den Bund genehmigt werden und gehen dann in das Planfeststellungsverfahren, was noch einmal etwa zwei Jahre dauern werde. Dieses beinhaltet auch die gesetzlich vorgegebenen Beteiligungsmöglichkeiten für Kommunen, Bürgerschaft und betroffene Anlieger, um die Planung der Gesamtmaßnahme insgesamt rechtlich abzusichern. 

Die Ausführungsplanung, mit der man parallel schon beginnen könne, werde weitere Zeit kosten. Thomas Schablack rechnet damit, dass mit dem eigentlichen sechsstreifigen Ausbau in fünf bis sechseinhalb Jahren begonnen wird. Das gelte dann auch für einen eventuellen Rückbau der Brücke Rölvede/Bölling.

Rück- und Neubau von fünf Talbrücken

Teile der Leistungen, die im Bereich des sechsstreifigen Ausbaus der A 45 durchgeführt werden sollen, sind bereits beauftragt worden – nämlich der Rück- und Neubau der fünf Talbrücken. 

„Der Rückbau der Talbrücken Brunsbecke und Kattenohl hat bereits begonnen, der erste Bauabschnitt der Baustraßen im Bereich der Talbrücke Sterbecke ist abgeschlossen“, sagt Thomas Schablack. „Die Entwurfsplanungen für die beiden Talbrücken Sürenhagen und Eichelnbleck laufen seit etwa einem halben Jahr.“

Auf Teilen der Strecke hat der sechsspurige Ausbau auch bereits begonnen. „Zum Beispiel zwischen den Talbrücken Kattenohl und Brunsbecke wird ein circa 1,5 Kilometer langer Autobahnabschnitt schon sechsstreifig ausgebaut“, erklärt der Mitarbeiter von Straßen.NRW. Bis es auch planungsrechtlich geregelt ist, dass diese Strecke sechsstreifig genutzt werden kann, werde der Abschnitt auf fünf Streifen befahren.

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