Breitband-Ausbau

Schnelles Internet im MK: Nächster Schritt dank Millionen-Förderung

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Mit dem Förderbescheid aus Berlin für den 3. Call des Breitbandausbaus wurde ein Teilschritt für eine Komplettanbindung gemacht.

Schalksmühle - Mit dem Förderbescheid des Bundes über 30,2 Millionen Euro für den Breitbandausbau im Märkischen Kreis können nun auch Privathaushalte in Schalksmühle auf eine baldige Anbindung an ein schnelleres Internet hoffen.

Mit der Zusage aus Berlin ist ein Teilschritt für den sogenannten 3. Call, der nächsten bundesweiten Förderung für Glasfaseranschlüsse, erfolgt. Hierbei sollen in der Gemeinde, nach dem vorläufigen Bescheid aus 2017 und dem Upgrade von FTTC- (bis kurz vor das Gebäude) auf FTTH-Technologie, bis 2022 rund 2445 Privathaushalte mit einem 1000 Mbit/s-Anschluss ausgestattet werden. 

Nachdem bereits in den vergangenen Monaten im Rahmen eines Eigenausbaus im Einzugsgebiet eines Hauptverteilers der Telekom im Ortkern (unter anderem Bahnhofsstraße und Hälverstraße) VDSL mit 250 Mbit/s und durch die Telekom beziehungsweise Dokom 21 im Gewerbegebiet Ramsloh Glasfaser erfolgt ist und durch das Regionale Wirtschaftsförderprogramm (RWP) sogenannte FTTH-Anschlüsse (Glasfaser bis in die Gebäude der Kunden) mit 1000 Mbit/s verlegt wurden, möchte man nun den Fokus auf die Privatkunden legen. 

Fehlende Zusage für Kofinanzierung

Um letztendlich loslegen zu können, fehle allerdings noch die Zusage der Landesregierung für die benötigte Kofinanzierung (kreisweit 28,2 Millionen Euro), erklärt Oliver Emmerichs, Leiter der Bauverwaltung. Bezuschusst von der Gemeinde werde der Ausbau im kommenden Jahr mit 300 000 Euro, in 2021 dann mit 400 000 Euro. Anders als Kommunen, die sich in der Haushaltssicherung befinden und deshalb zu 100 Prozent gefördert werden, muss Schalksmühle diesen Eigenanteil tragen. 

Wenn der Bescheid aus Düsseldorf da ist, könne man offiziell mit demjenigen, der den Zuschlag für den Ausbau bekommt, in die Planung gehen. „Ich gehe davon aus, dass 2020 mit den ersten baulichen Maßnahmen begonnen werden kann. Wann es in Schalksmühle aber wirklich losgeht, ist noch nicht klar“, sagt der Bauamtsleiter, der hofft, dass dies in der Gemeinde auch zu Beginn des kommenden Jahres erfolgen wird. 

Einschränkungen durch Bautätigkeit

Ohne Einschränkungen für die Bürger werde die Maßnahme nicht ablaufen können, betont Oliver Emmerichs ausdrücklich. „Für jede Kommune bedeutet der Ausbau erhebliche bauliche Tätigkeiten. Die Aufbrüche der Gehwege werden in den zwei Jahren für Behinderungen sorgen.“ Um bis 2025 alle 3005 Adressen in der Gemeinde abbinden zu können, soll in einem letzten Schritt, dem sogenannten 6. Call, die „weißen Flecken“, also 288 Adressen (kleinere Ortslagen oder Einzelhäuser), die bisher bei den anderen Förderungen unberücksichtigt geblieben sind, ausgebaut werden. Hierzu soll ebenfalls ein kreisweiter Förderantrag beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gestellt werden. Im gesamten Kreis bedeutet diese Maßnahme wahrscheinlich ein Investitionsvolumen von rund 60 Millionen Euro.

Informationen 

Weitere Informationen zum Ausbau gibt es im Internet unter www.schalksmuehle.de/wirtschaft-bauen/breitbandausbau/ oder unter dem Stichwort „Breitbandausbau auf Kreisebene“ auf der Homepage des Kreises unter www.maerkischer-kreis.de.

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