Große Investitionen in die Feuerwehr - das ist geplant

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Der Brandschutz in der Gemeinde bleibt auch in 2020 ein großes Thema.

Schalksmühle - Der Brandschutz nimmt in der Gemeinde eine wichtige Rolle ein. Deshalb wird im kommenden Jahr eine größere Summe in die Ausstattung und Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle investiert.

Sukzessive habe man, so betont es Bürgermeister Jörg Schönenberg, in den vergangenen Jahren in die Feuerwehr investiert. Auch im kommenden Jahr behält man die Optimierung des Brandschutzes im Blick. Neben der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen dem Märkischen Kreis und der Gemeinde zur Bildung eines Atemschutzpools hat der Rat auch seine Zustimmung für Gelder für Um- und Ausbaumaßnahmen an und im Feuerwehrgerätehaus in Winkeln sowie für die Anschaffung und Aufrüstung von vier Feuerwehrfahrzeugen gegeben. 

So wurden drei neue Fahrzeuge, zwei Einsatzleitwagen für die Löschgruppen Schalksmühle und Winkeln und ein Mannschaftstranssportwagen für Hülscheid als sogenannte Ersatzbeschaffung, und ein Kommandowagen als Neubeschaffung für Wehrleiter Dirk Kersenbrock, bestellt. Dieser fahre derzeit noch mit seinem Privatfahrzeug zu Einsätzen. Das Fahrzeug habe aber keine Sonderrechte (Blaulicht und Martinshorn), die ihm mit der Nutzung des Wehrautos zukünftig eingeräumt werden, erklärt Silvia Gonzalez, Fachbereichsleiterin für Bürgerdienste und Soziales. Alleine der Kaufpreis betrage pro Fahrzeug rund 50 000 Euro – Auslieferung Anfang Januar. 

Anschaffung neuer Fahrzeuge

Mit der Anschaffung der Fahrzeuge sei es allerdings noch nicht getan, fügt der Bürgermeister hinzu. „Durch die moderne Technik wird alles teurer. Alleine für einen kompletten Einsatzleitwagen von der Stange hätten wir einen sechsstelligen Betrag ausgeben müssen. Mit unserem Kompromiss sind wir deutlich günstiger.“ 

Das Feuerwehrgerätehaus in Winkeln, einmal als Frontansicht von der Straße aus.

Die Gemeinde möchte für rund 100 000 Euro alle vier Fahrzeuge technisch aufrüsten. Dazu gehören unter anderem Blaulicht, Lautsprecher, Kombiantenne, rote Lackierung/Folierung, Digitalfunk, Ausstattung, Sitze, Arbeitsflächen/Tische und Energieversorgung. Neben diesen Kosten sind auch Mittel für den Bau einer neuen Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen und Lagerraum und den Umbau des bestehenden Feuerwehrgerätehauses in Winkeln eingestellt worden. 

Aus süd-östlicher Richtung betrachtet.

Laut der Planung des heimischen Planungsbüros Klotz entspreche das Gebäude und seine Einrichtungen (Raumangebot und technische Ausstattung) nicht mehr den aktuellen Anforderungen, hatte Ralf Bechtel, Leiter des Technischen Bauamtes bereits zu Beginn des Jahres erklärt. Vor allem die Umkleide- und Sanitärräume seien sanierungsbedürftig. In den Garagen sei das Platzangebot für die modernen Fahrzeuge nicht ausreichend. Erforderliche Bewegungsräume und Lagerkapazitäten für Materialien seien ebenfalls nicht vorhanden. 

Erneuerungen in zwei Schritten

Geplant ist nun, nach dem Bau der Fahrzeughalle, in einem zweiten Schritt die alten Umkleiden und Sanitärräume sowie alle Garagen des Altbaus in einen modernen Sozialtrakt umzubauen. Wegen des gestiegenen Energiebedarfs und des Alters müsse zudem die Heizung erneuert werden. Die Kosten für den Umbau des Bestandsgebäudes belaufen sich auf rund 345 000 Euro inklusive der Haustechnik und neuer Heizung. Die Kosten für den Anbau der Fahrzeughalle belaufen sich auf rund 280 000 Euro. Dabei handele es sich um Brutto-Baukosten. Hinzu kämen noch 80 000 Euro für Honorare, Gutachten und Gebühren, erklärt Ralf Bechtel.

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